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Auf der Suche nach Praxiserfahrung

Praktika für internationale Studierende

Mit einem Praktikum können Sie während des Studiums erste Berufserfahrungen sammeln und potenzielle Tätigkeitsfelder und Arbeitgeber*innen kennenlernen. Die gesammelten Praxiserfahrungen und die erlernten Kompetenzen können die berufliche Orientierung und oftmals auch den Berufseinstieg erleichtern.

Freiwillige Praktika:

Bei freiwilligen Praktika werden die Ziele, Inhalte und die Dauer in Absprache mit dem jeweiligen Praktikumsgeber festgelegt. Es gibt keine besonderen Vorgaben durch die Hochschule.

Rechtliche Voraussetzungen:
Für freiwillige Praktika gelten die gleichen rechtlichen Bestimmungen wie für studentische Nebenjobs. Wer nicht aus der Europäischen Union (EU) oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) stammt, darf insgesamt 120 ganze Tage bzw. 240 halbe Tage im Jahr arbeiten. Das Praktikum zählt als reguläre Arbeit, auch wenn es unbezahlt ist. Wenn die Anzahl der genannten Tage überschritten wird, ist für das Praktikum eine Erlaubnis der Ausländerbehörde und der Agentur für Arbeit nötig. Ausgenommen von dieser Regel sind Pflichtpraktika.

Bitte informieren Sie sich frühzeitig bei der lokalen Ausländerbehörde und der Agentur für Arbeit.

Pflichtpraktika:

In vielen Studiengängen sind Praktika während des Studiums Pflicht. Ob es in einem Studiengang ein Pflichtpraktikum gibt, und welche Kriterien zur Anerkennung erfüllt werden müssen, kann der Prüfungs-/ Studienordnung oder dem Modulhandbuch des jeweiligen Studienganges entnommen werden.

Pflichtpraktika (sowohl vergütet als auch nicht vergütet), die vorgeschriebener Bestandteil des Studiums sind, brauchen keine Zustimmung der Ausländerbehörde und der Agentur für Arbeit. Dasselbe gilt auch für die Anfertigung von Abschlussarbeiten im Unternehmen. Die zustimmungsfreien 120 ganzen bzw. 240 halben Arbeitstage werden davon nicht beeinträchtigt und können zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Anmerkung: Studienfachbezogene Praktika internationaler Studierender dürfen in Deutschland bis zu 12 Monate dauern. Diese 12 Monate müssen nicht am Stück abgeleistet werden, sondern können gesplittet und über die gesamte Studiendauer verteilt werden.

Eine stehende Mitarbeiterin erklärt den sitzenden Team-Mitgliedern etwas. © Jason Goodman​/​Unsplash

Bitte beachten Sie, dass die Aufzählung der Anlaufstellen nur eine beispielhafte Auswahl darstellt und keinen Anspruch auf Vollständigkeit hat.

Praktikums-Porträt

Ein Präsenzpraktikum während der Pandemie

Eleonora S. ist Studentin der Ruhr-Universität Bochum und wissenschaftliche Hilfskraft an der TU Dortmund. In diesem Beitrag berichtet sie von ihren persönlichen Erfahrungen, ein fünfmonatiges Präsenzpraktikum während der Covid-Pandemie absolviert zu haben.

Wo hast Du Dein Praktikum absolviert?

In einem weltweit vertretenen Kulturinstitut, dem Goethe-Institut, in Budapest, Ungarn.

Portrait Eleonora Soos mit Bildunterschrift: Praktikum © Eleonora S.​/​Goethe-Institut

Warum hast Du Dich für genau dieses Praktikum entschieden?

Ich habe mich freiwillig dafür entschieden mein Pflichtpraktikum im Ausland zu absolvieren, was die Praktikumsdauer verlängert hat, damit ich mich in dieser Zeit beruflich bestmöglich weiterentwickeln kann. Fünf Monaten lang habe ich dort 40 Stunden pro Woche gearbeitet. Dieser Arbeitsrhythmus hat mir dabei geholfen, mir vorzustellen, wie das Berufsleben in der nahen Zukunft aussehen könnte.

Wie hast Du die Praktikumsstelle gefunden? Hast Du Dich besonders auf die Bewerbung vorbereitet?

Ich habe mich beim stellenwerk Dortmund zu einem Bewerbungsunterlagen-Check angemeldet.  Dort habe ich nicht nur die Chance gehabt, meine Bewerbungsunterlagen prüfen zu lassen, sondern ich habe auch sehr viele praktische Tipps und Informationen von der zuständigen Ansprechpartnerin erhalten. Durch den Input des stellenwerks Dortmund habe ich meine Entscheidung leichter und zielorientierter treffen können und mich gut vorbereitet bei dem Kulturinstitut beworben.

Inwiefern hat die Pandemie Dein Praktikum beeinflusst? Gab es Einschränkungen?

Mein Praktikum fing im Herbst letzten Jahres an.  Anfangs habe ich vor Ort im Institut gearbeitet, aber einhergehend mit der Verschlechterung der Covid-Lage, hat man immer häufiger im Homeoffice gearbeitet. Mithilfe verschiedener wöchentlicher Online-Meetings konnte man den Kontakt und die angenehme Arbeitsatmosphäre jedoch gut aufrechterhalten.

Was nimmst Du aus Deinem Praktikum mit?

Ich habe gelernt, wie wichtig es ist, dass wir uns mit unserem Mitmenschen austauschen und miteinander interagieren können. Nach circa eineinhalb Jahren Arbeit im Homeoffice, habe ich es nicht nur bei mir selbst, sondern auch bei meinen Kolleg*innen im Institut gemerkt, dass Begegnungen in Präsenz stärker wertgeschätzt wurden. Für mich war die anfängliche Arbeit vor Ort im Büro eine große Motivation und Erfrischung.

Aber die wichtigste Erkenntnis ist, dass man heutzutage auch über digitale Kanäle und Online-Meetings gut miteinander arbeiten, einander kennenlernen und sogar Freundschaften knüpfen kann. Auch digitale Arbeit macht es möglich –beruflich sowie privat– zu wachsen, sich entwickeln und von den Kolleg*innen zu lernen.

Würdest Du ein Praktikum in Zeiten von Covid empfehlen?

Eindeutig ja! Da Covid weltweit präsent ist, müssen wir lernen, mit dieser Lage umzugehen. Erkrankungsgefahr besteht leider überall und wenn man den Sicherheitsmaßnahmen vernünftig nachgeht, kann man mit gutem Gewissen auch im Ausland arbeiten.

Meines Erachtens ist es in Zeiten von Covid äußerst wichtig, flexibel zu sein, da sich die pandemische Lage stets ändern kann. Je nach Arbeitsbereich, sollte man auch für die Arbeit im Homeoffice bereit sein. Sollte man sich nur ein Praktikum in Präsenz wünschen bzw. vorstellen können, dann empfehle ich ein Praktikum im Sommer zu absolvieren.

Vielen lieben Dank, Eleonora!

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.