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DAAD Stipendium für besonders engagierte Studierende

Das Referat Internationales vergibt im Rahmen des DAAD Programms STIBET I, aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, Stipendien für internationale, besonders engagierte Studierende. Diese Stipendien richten sich an internationale Studierende an der TU Dortmund, die sich durch Engagement im internationalen Kontext in ihrem Studiengang und/oder an der Hochschule auszeichnen. Das Engagement wird durch ein eigenes Projektvorhaben realisiert und selbstständig durchgeführt.


Informationen zum Stipendium und zur Bewerbung

  • Die Förderdauer beträgt je nach Ihrem Ideenvorschlag für das Engagement drei Monate, in besonderen Fällen maximal sechs Monate. Die Stipendienhöhe beträgt monatlich 300 Euro. Das Stipendium kann nur für das jeweils laufende Jahr gewährt werden.
  • Eine Verlängerung des Stipendiums ist nur möglich, wenn das DAAD-Projekt STIBET I für das darauffolgende Jahr verlängert wird. Über die Verlängerung muss erneut entschieden werden. Die Auswahlkommission muss zunächst den Nutzen und die positive Wirkung des Engagements in Form des Projektvorhabens prüfen.
  • Eine Auswahlkommission im Referat Internationales entscheidet auf Grundlage ihres Engagements in Form des Projektvorhabens, insbesondere wird die Einbindung in einen internationalen Kontext an der Hochschule berücksichtigt.

Die Vergabe erfolgt durch eine Auswahlkommission des Referats Internationales unter besonderer Berücksichtigung der folgenden Kriterien:

  • sehr gute bis gute Leistungen des bisherigen Studiums und 
  • besonderes Engagement im internationalen Kontext der TU Dortmund.

Als Engagement im internationalen Kontext zählen zum Beispiel:

  • die Betreuung ausländischer Studierender als Buddy für mindestens ein Semester oder
  • der Einsatz bei Initiativen und Vereinen mit internationalem Bezug.
  • Als Engagement zählt auch die Planung und Organisation von (Einführungs-)Veranstaltungen mit kulturellem und gesellschaftlichem Fokus zur Förderung der internationalen Integration.

Bitte beachten Sie, dass die vorgeschlagene Aktivität mindestens einmal pro Woche angeboten werden oder einen fortlaufenden Charakter haben sollte. Das Internationale Begegnungszentrum (IBZ) kann als Veranstaltungsort für das Projektvorhaben genutzt werden. Es gelten die Nutzungsbedingungen des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ).

Bitte beachten Sie, dass das Referat Internationales keine Zusage für die Buchung der IBZ-Räumlichkeiten geben kann.

Wenn das IBZ gebucht wird, muss Folgendes beachtet werden:

  • Wenn Sie das IBZ nutzen, tragen Sie die volle Verantwortung für die Räumlichkeiten und Einrichtungen.
  • Im Falle eines Schadens oder einer Fahrlässigkeit werden Ihnen die Reparaturkosten vollständig in Rechnung gestellt.
  • Die Schlüssel zum IBZ müssen eigenverantwortlich gebucht, abgeholt und zurückgegeben werden.

Studierende, die 

  1. als internationale Studierende* der TU Dortmund eingeschrieben sind, 
  2. sich mindestens im zweiten Fachsemester an der TU Dortmund befinden,
  3. sehr gute bis gute Leistungen im Studium vorweisen, 
  4. herausragendes Engagement im internationalen Kontext an der TU Dortmund zeigen,
  5. interkulturelle Kompetenzen besitzen und
  6. gute Deutsch- und Englischkenntnisse verfügen - weitere Fremdsprachkenntnisse sind erwünscht.

* Bildungsausländer mit ausländischer Staatsangehörigkeit (Bildungsausländer: Hochschulzugangsberechtigung wurde nicht an einer Schule in Deutschland oder einer deutschen Schule im Ausland erworben)

  1. die im Laufe des Studienjahres 2023 ihr Studium abschließen,
  2. die für ein Austausch- und Kurzprogramm an der TU Dortmund sind,
  3. die nur als Deutschkursstudierende eingeschrieben sind,
  4. die eine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen,
  5. die eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung an einer Schule in Deutschland oder einer deutschen Schule im Ausland erworben haben,
  6. die sich außerhalb der Hochschule aufhalten, z. B. im Rahmen eines Praxissemesters, einer Abschlussarbeit im Unternehmen oder eines Auslandsaufenthaltes oder
  7. die durch einen Nebenverdienst mehr als 700€ Brutto (für Bachelor-Studierende) oder mehr als 800€ Brutto (für Master-Studierende) verdienen.
  1. Bescheinigung über das Engagement während des Studiums,
  2. aktuelle Studienbescheinigung, 
  3. aktuelle Notenübersicht,
  4. Lebenslauf, 
  5. aktuelles Empfehlungsschreiben einer Fachstudienberaterin/eines Fachstudienberaters oder von Fachschaftsmitgliedern der TU Dortmund,
  6. Kopie des Reisepasses und, wenn zutreffend, eine zusätzliche Kopie der Aufenthaltsgenehmigung,
  7. bei Nebenverdiensten als studentische Hilfskraft oder weiteren Beschäftigungsverhältnissen: eine Kopie des Arbeitsvertrages. Wenn die Nebenbeschäftigung zu Beginn oder während der Stipendienphase gekündigt oder die Stundenzahl geändert wird, muss ein Nachweis eingereicht werden.
  8. detaillierte Beschreibung des Engagements in Form des Projektvorhabens, das für das Stipendium geleistet wird.

Unsere Stipendiat*innen 2023/2024

Inspiration für eigenes Engagement gesucht? Lesen Sie hier die Geschichten von vier engagierten Studierenden, die mit ihren unterschiedlichen Aktivitäten und ihrem Einsatz das Campusleben bereichern:

Rohan Kumar Nayak, 25, studiert im Master Data Science an der Fakultät Statistik und kommt ursprünglich aus Indien. Neben seinen hervorragenden Studienleistungen legt er einen weiteren Schwerpunkt auf ehrenamtliches Engagement: „Während sich jeder Student auf sein Studium konzentrieren sollte, ist ehrenamtliches Engagement eine Möglichkeit, der Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Deshalb versuche ich mein Bestes, mich an der Planung und Teilnahme verschiedener Veranstaltungen der Studentenvertretung zu beteiligen“, so Nayak. Die Integration internationaler Studierender an seiner Fakultät liegt ihm besonders am Herzen, so dass er diese durch vielfältige Aktivitäten, wie die Organisation von sozialen und interkulturellen Events, vorantreibt. Auch im Fachschaftsrat ist er aktiv und vertritt die Interessen der internationalen Studierenden.

Porträt Ovsyannikova © Magnus Terhorst​/​TU Dortmund

Daria Ovsyannikova, 25, studiert in dem englischsprachigen Masterstudiengang Econometrics an der Fakultät Statistik. Als internationale Studentin aus Russland hat sie sich in den noch jungen Studiengang nicht nur erfolgreich integriert und sehr gute Studienleistungen erzielt, sondern sie unterstützt als Ansprechpartnerin und Dozentin andere Studierende und ukrainische Geflüchtete dabei, die verschiedenen Herausforderungen beim Ankommen in Deutschland zu meistern und sich einzuleben. In dieser Aufgabe findet sie Erfüllung: „Ich empfinde ein tiefes Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft bemerkenswerter Menschen, die sich für wichtige soziale Belange einsetzen“.

Porträt Streltsova © Magnus Terhorst​/​TU Dortmund

Für Yana Streltsova ist Engagement „ein Weg, die Welt durch kleine Taten Schritt für Schritt besser zu gestalten“. Die 28-jährige kasachische Studentin im Studiengang Chemische Biologie hat nicht nur eine Begegnungsgruppe für ausländische Studierende ins Leben gerufen, sondern engagiert sich auch ehrenamtlich als Dolmetscherin für ukrainische Flüchtlinge. Für sie sind nicht nur ihre akademischen Erfolge im Studium wichtig: „Engagement für ausländische Studierende fördert persönliche Entwicklung, interkulturelle Kompetenzen und bereichert die Hochschulerfahrung durch aktive Teilnahme am Campusleben“, so Streltsova.

Porträt Venugopal © Magnus Terhorst​/​TU Dortmund

Reghuram Venugopal, 27, kommt aus Indien und studiert im Master Process Systems Engineering an der Fakultät Bio- und Chemieingenieurwesen. Er engagiert sich an der der TU Dortmund in vielen Bereichen, z.B. als gewählter Sprecher der internationalen Studierenden der Fakultät, als Mentor und Vertreter der internationalen Studierenden im Fachschaftsrat. So setzt er sich aktiv für die Verbesserung der Studienbedingungen ein. Er gewinnt von diesen Aktivitäten auch persönlich: „Teil der TU Dortmund zu sein und einen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten, war eine bereichernde Erfahrung, in der Wissen, Zusammenarbeit und persönliches Wachstum zu gefördert wird“.

Neugierig geworden?

Sie sind auch ehrenamtlich an unserer Hochschule engagiert und setzen eigene Projektvorhaben selbstständig um? Dann melden Sie sich bei uns!