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Global Gallery 2024

Drei internationale Projekte ausgezeichnet

Wissen­schaft­ler*innen, Studierende und Beschäftigte der TU Dortmund präsentierten im Rahmen der dritten Global Gallery am 16. Mai 2024 herausragende Projekte und Initiativen mit internationalem Bezug. Nach der Posterschau wählten die Gäste aus insgesamt 19 Projekten ihre drei Favoriten des Abends. Jeweils 1.500 Euro Preisgeld gingen an ein Lehrprojekt von Exil-Wissen­schaft­ler*innen für Studierende in Afghanistan und in Dortmund, ein Projekt zur Intersektionalität an Hochschulen sowie ein Projekt zu nachhaltigem Städtedesign in Vietnam. Während des „Gallery Walk“ hatten die zahlreichen Gäste die Möglichkeit, sich über die 19 Initiativen zu informieren und mit den Projektbeteiligten ins Gespräch zu kommen.

Die drei Gewinnerprojekte

Tandem Teaching Project: Afghanistan and the Arts © Martina Hengesbach ​/​ TU Dortmund
Tandem Teaching Project: Afghanistan and the Arts

Das „Tandem Teaching Project: Afghanistan and the Arts“ der Academy in Exile (AiE) erhielt die meisten Stimmen des Abends. Die Academy ist seit 2023 an der Fakultät Kulturwissenschaften verortet und unterstützt bedrohte Wissen­schaft­ler*innen mit Fellowships und Stipendien. Vor dem Hintergrund der erneuten Verbote für afghanische Frauen, in ihrem Heimatland an Bildung und Forschung teilzuhaben, haben AiE-Fellows ein digitales Seminar für Studierende der TU Dortmund und Studierende aus Afghanistan gestaltet. Das interdisziplinäre Seminar „Afghanistan and the Arts“, das im Wintersemester 2024/25 angeboten werden soll, beschäftigt sich unter anderem mit Menschenrechten, der Rolle von Kunst für das Vorantreiben von Frauenrechten sowie mit afghanischer Fotografie im globalen Kontext.

InterHEd – Intersectionality in Higher Education © Martina Hengesbach ​/​ TU Dortmund
InterHEd – Intersectionality in Higher Education

Über den zweiten Preis freute sich ein Team vom Zentrum für HochschulBildung (zhb) für sein Projekt „InterHEd – Intersectionality in Higher Education“, das im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, Hochschulen und ihre Lehre inklusiver und vielfältiger zu gestalten, indem Akteur*innen für die Bedeutung von Intersektionalität sensibilisiert werden. Dazu entwickelt das Team gemeinsam mit drei europäischen Partneruniversitäten neue Methoden, um Menschen aus verschiedenen sozialen Gruppen in die Hochschullehre einzubeziehen. Darüber hinaus möchten die Projektbeteiligten den Austausch von Sensibilisierungspraktiken zwischen Hochschulen fördern.

Smart Urban Areas (SUA) – Sustainable System Solutions for Urban Development © Martina Hengesbach​/​ TU Dortmund
Smart Urban Areas (SUA) – Sustainable System Solutions for Urban Development

Ebenfalls 1.500 Euro gingen an das Projekt „Smart Urban Areas (SUA) – Sustainable System Solutions for Urban Development“ aus der Fakultät Raumplanung, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert wird. In diesem Pilotprojekt erforscht das Fachgebiet Raumbezogene Informationsverarbeitung und Modellbildung (RIM) an einem Hochhaus in Hanoi, Vietnam, mit welchen Maßnahmen städtische Gebäude an das Klima angepasst sowie Energie und Wasser gespart werden können. Die Projektbeteiligten verbinden smarte Technologien mit ökologischen Prinzipien und entwickeln ein auf andere Städte übertragbares Modell, wie Smart Cities zugleich auch nachhaltige Green Cities werden können.


Impressionen und prämierte Projekte

Global Gallery 2022

Im Rahmen der zweiten Global Gallery der TU Dortmund wurden am 18. Mai 2022 drei herausragende Projekte mit internationalem Bezug ausgezeichnet.

Insgesamt 29 internationale Projekte aus den Bereichen Forschung, Studium und Lehre stellten sich den zahlreichen Gästen bei einer Posterpräsentation vor. Bei einem „Gallery Walk“ hatten die Besucher*innen die Möglichkeit, sich über die Initiativen zu informieren, mit den Projektbeteiligten ins Gespräch zu kommen und jeweils ihre zwei Stimmen zu vergeben.

Für weitere Eindrücke schauen Sie sich gerne das folgende Video an:

Die meisten Stimmen erhielt „Shadows of Injustice“: In Nairobi gehen 1,7 Millionen Menschen – das entspricht etwa der Einwohnerzahl Hamburgs – täglich zu Fuß zur Arbeit und riskieren dabei ihr Leben, da das Straßennetz hauptsächlich auf den Autoverkehr ausgelegt ist, obwohl nur acht Prozent der Einwohner*innen Nairobis ein Auto besitzen. Ziel des Projekts von Dorcas Nthoki Nyamai von der Fakultät Raumplanung ist es daher, die Infrastruktur für Fußgänger*innen auszubauen und sicherer zu machen.

Der zweite Platz ging an „Sucking up or soaking in? Climate resilient upgrading of informal settlements in Bangkok“: Studierende der Fakultät Raumplanung untersuchen inoffizielle Siedlungen in Bangkok und wie diese besser vor Überflutungen geschützt werden können, da Thailands Hauptstadt stark von Fluten bedroht ist und die Naturkatastrophen insbesondere die einkommensschwachen Bewohner*innen der inoffiziellen Siedlungen treffen.

Ebenfalls 1.500 Euro erhielt „Integreat – die digitale Integrationsplattform“: Die App ermöglicht es zugewanderten Menschen, schnell und unkompliziert an relevante Informationen zu kommen, die Städte oder Landkreise auf der Plattform in mehreren Sprachen bereitstellen. Bundesweit nutzt bereits fast jede sechste Kommune die App, die Prof. Manuel Wiesche von der Fakultät Wirtschaftswissenschaften sowie Philip Popien und Mizuki Temma von der Fakultät für Informatik gemeinsam mit Partnern entwickelt haben.

Impressionen und prämierte Projekte

Global Gallery 2020

Bei der ersten Global Gallery wurden am 27. Januar 2020 heraus­ra­gen­de in­ter­na­ti­o­na­le Projekte der TU Dort­mund mit einer Posterpräsentation der Hochschulöffentlichkeit vor­ge­stellt.

Als Wei­ter­ent­wick­lung des ehemaligen In­ter­natio­nalen Empfangs wurden bei diesem neuen Veranstaltungsformat ins­ge­samt 30 in­ter­na­ti­o­na­le Projekte prä­sen­tiert. Die Besucherinnen und Besucher durften im Rah­men der Ver­an­stal­tung für ih­re Favoriten abstimmen. 

Unter den drei Projekten mit den meisten Stimmen war das Projekt „Umweltgerechtigkeit, Environmental Justice, Justiça Ambiental“ von Stu­die­ren­den der Fa­kul­tät Raum­pla­nung. In Brasiliens Großstädten São Paulo und Rio de Janeiro sind Umweltungerechtigkeiten be­son­ders deutlich erkennbar. Deshalb be­schäf­tigt sich das Studierendenprojekt mit dem Zu­sam­men­hang zwischen Umwelt, Ge­sund­heit und sozialer Lage in Brasilien. Im Rah­men einer Exkursion nach Brasilien erheben die Teil­neh­mer­in­nen und Teil­neh­mer Daten zur Luftqualität in ver­schie­de­nen Quartieren der Städte und erstellen Karten, die die Be­las­tung in den Gebieten darstellen.

Das zweite Gewinnerprojekt ist an der Fa­kul­tät Ma­schi­nen­bau angesiedelt. In der „Ingenieure ohne Grenzen Challenge“ bearbeiten Lehramtsstudierende der TU Dort­mund ge­mein­sam mit amerikanischen Stu­die­ren­den der Uni­ver­sity of Georgia reale Problemstellungen der Ent­wick­lungs­zu­sammen­ar­beit. Ziel ist es, nach­hal­ti­ge, praktikable sowie kulturell angepasste Lö­sun­gen zu finden. Durch die Teil­nah­me an der Challenge ler­nen die Teil­neh­men­den, über den Tellerrand hinaus zu denken, trainieren Selbstorganisation, Teamarbeit und ih­re Kommunikationsfähigkeiten und setzen sich mit dem Lebensalltag und kulturellen Rah­men­be­ding­ung­en in den Ländern, für die Problemlösungen ent­wickelt wer­den, auseinander.

Im dritten Projekt, welches mit 1.500 Euro prämiert wurde, er­forscht Dr. Enrico Michelini vom Institut für Sport und Sport­wis­sen­schaft in Ko­ope­ra­ti­on mit dem Hochkommissar der Vereinten Nationen für Ge­flüch­te­te, wel­che Rolle Sport in Flüchtlingslagern spielt. Dr. Michelini verbrachte im Mai 2019 vier Wochen in Flüchtlings­camps in Niamey, der Hauptstadt des westafrikanischen Lan­des Niger. Seine Un­ter­su­chung ergab, dass Sport in Flüchtlings­camps nicht nur der körperlichen Betätigung dient, sondern auch der mentalen Stär­kung. Außerdem wird Sport als Erziehungsmaßnahme herangezogen. Im nächsten Schritt wird Dr. Michelini zu­sam­men mit den Vereinten Nationen ein Kon­zept er­ar­bei­ten, wie Ge­flüch­te­te durch Sport optimal un­ter­stützt wer­den kön­nen.

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