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Kombination: kurze physische Gruppenmobilität und virtuelle Phase

Blended Intensive Programs (BIP)

Eine Neuerung in der Erasmus+ Programmgeneration 2021-2027 stellen die Blended Intensive Programs (BIP) dar. Durch diese soll die Nutzung innovativer Lern- und Lehrmethoden gefördert und die Möglichkeiten der Online-Kooperation genutzt werden. Bei einem BIP handelt es sich um die Mobilität einer Gruppe.

Im Rahmen der BIPs können Studierende und Lehrende an einer kurzen physischen Gruppenmobilität (5-30 Tage) kombiniert mit virtueller Phase an einer Erasmus+ Partneruniversität teilnehmen. Für ein BIP bedarf es mindestens 3 Hochschulen, die am Erasmus+ Programm teilnehmen, aus 3 verschiedenen Programmländern und es müssen mindestens 15 mobile Teihnehmende partizipieren, wobei sie dabei mindestens 3 ECTS erzielen können sollten.

Die Absicht, an einem BIP im Ausland teilzunehmen oder ein BIP in Dortmund auszurichten, muss bis zum 31. März eines Jahres für das darauffolgende akademische Jahr beim Referat Internationales angemeldet werden.

Bestens informiert

BIPs sollen einen kurzen Studien- bzw. Fortbildungsaufenthalt im Ausland (5-30 Tage) ermöglichen, der im Rahmen einer gemeinsam angebotenen Veranstaltung durchgeführt wird. Die Aktion unterstützt damit die Entwicklung gemeinsamer Kurzzeitprogramme, die idealerweise in die Curricula der zusammenarbeitenden Hochschulen eingebettet sind. BIPs können Teil der bereits existierenden Lehrpläne der Hochschulen sein oder diese sinnvoll ergänzen. Sie können als neues Lehrformat etabliert oder als eine Erweiterung der bestehenden Formate mit zusätzlichen Merkmalen interpretiert werden.

Für die konzeptionelle Ausarbeitung bedarf es mindestens 3 Hochschulen, die eine Erasmus+ Charta für die Hochschulbildung (ECHE) besitzen, aus 3 unterschiedlichen Programmländern. Weitere Hochschulen oder Organisationen aus Programm- oder Partnerländern können optional an einem BIP teilnehmen. Der physische Aufenthalt von Teilnehmenden aus Partnerländern muss von den entsendenden Institutionen finanziert werden.

Die Geförderten/Teilnehmenden aus Programmländern erhalten ihre Förderung von der jeweiligen entsendenden Hochschule.

Die koordinierende Hochschule beantragt im Auftrag aller Partner Mittel für die Unterstützung zur Organisation und Durchführung des BIP. Diese werden für max. 20 Erasmus+ Teilnehmende gewährt.

Ein zentrales Element der BIPs ist die verpflichtende virtuelle Komponente, die eine inhaltliche Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung der kurzen Mobilitätsphase ermöglicht. Umfang und Häufigkeit der virtuellen Komponente liegen im Ermessen der ausrichtenden Hochschulen und sind abhängig von den Lernzielen der jeweiligen Veranstaltung.

Die Förderlinie der BIPs kann und soll auch Mitarbeitende und Hochschulen ansprechen und ermutigen, mit Kolleg*innen im Ausland Lerneinheiten zu konzipieren, die bisher wenig Erfahrung mit dieser Form der Zusammenarbeit gesammelt haben. Zugleich bietet das Format auch einen möglichen Zugang zur Auslandserfahrung für Studierende, denen längere Auslandsaufenthalte aus unterschiedlichen Gründen gegebenenfalls nicht möglich sind. Für die Organisation und Umsetzung der BIPs stehen den zusammenarbeitenden Hochschulen Organisationsmittel zur Verfügung, die flexibel einsetzbar sind.

An einem BIP müssen mindestens 15 mobile Teilnehmende (Studierende und/oder Lehrende, z.B. 8 von jeder teilnehmenden Universität) partizipieren. Geförderte Studierende sollten dabei mindestens 3 ECTS erzielen können, die zum Abschluss ihres Studiums beitragen.

Ein BIP findet in Zusammenarbeit mit Erasmus+ Partneruniversitäten statt, d.h. es muss zwischen den Universitäten auch Erasmus+ Inter-Institutional Agreements (IIA) geben, damit eine Förderung erfolgen kann.

Gehen TU Dortmund Studierende und Lehrende als Gruppe im Rahmen eines BIPs ins Ausland, so können für diese Mobilitäten Mittel beim Referat Internationales beantragt werden. Dabei müssen dann die administrativen Bedingungen des Programms eingehalten werden (z.B. Learning Agreement, Certificate of Attendance, Transcript of Records).

Führt eine Fakultät der TU Dortmund ein BIP durch und ist somit die organisierende/aufnehmende Einrichtung, können Mittel beim Referat Internationales für die organisatorische Unterstützung  beantragt werden.

Das Referat Internationales beantragt die Fördermittel zentral über das Antragsportal der Europäischen Kommission im Rahmen der Antragstellung für die KA131.

Lehrende der TU Dortmund können sich für einen Antrag auf Förderung einer Gruppenmobilität im Rahmen eines Blended Intensive Programs bis zum 31. März per E-Mail an Silke Viol wenden.

Die Mitteilung per E-Mail zum 31. März eines Jahres bezieht sich auf geplante BIPs im darauffolgenden akademischen Jahr, z.B. 31. März 2023 für Projekte im Wintersemester 2023/2024 und Sommersemester 2024.

Dabei ist es wichtig zu wissen, ob die TU Dortmund die koordinierende Universität des BIPs oder ob TU-Angehörige mobil sein werden.

Studierende, Graduierte und Doktorand*innen der TU Dortmund (Outgoings)

Wenn die Mittel für Studierende, Graduierte und Doktorand*innen der TU Dortmund bis zum 31. März eines Jahres von der am BIP beteiligten Fakultät beim Referat Internationales beantragt und genehmigt worden sind und ein Erasmus+ Inter-Institutional Agreement mit der Universität vorliegt, die die Präsenzphase ausrichtet und koordiniert, dann erhalten sie folgende Förderraten:

Tag 1-14: 70 EUR/Tag

Tag 15-30: 50 EUR/Tag

Nachhaltiges Reisen: 50 EUR einmalig + bis zu 4 zusätzliche Tage einmalig

Teilnehmer*innen mit geringeren Chancen können zusätzlich einmalig 100 EUR (5-14 Tage Aufenthalt) oder 150 EUR (15-30 Tage Aufenthalt) erhalten plus Reisekosten nach Distanz (Reisekosten für Hin- und Rückfahrt).

  • Studierende und Graduierte mit einer Behinderung ab GdB 20 oder chronischer Erkrankung
  • Studierende und Graduierte, die mit Kindern ihren Auslandsaufenthalt durchführen
  • ggf. Erstakademiker*innen (Studierende aus einem nicht-akademischen Elternhaus)
  • ggf. erwerbstätige Studierende (Förderfähigkeitskriterien - Seite 11).

Hochschulpersonal erhält ebenfalls den Tagessatz plus die Reisekosten nach Distanz.

Eine Übersicht über alle Förderraten in der neuen Erasmus+ Programmgeneration finden Sie auf der Internetseite der Nationalen Agentur für Erasmus+ (DAAD).

 

TU Dortmund als organisierende Universität

Wenn eine Fakultät der TU Dortmund ein BIP in Dortmund organisiert, kann sie entsprechend Mittel zur Organisation beim Referat Internationales (Frist 31. März) beantragen. Die Dortmunder Studierenden sind dann nicht mobil und erhalten keinen Erasmus+ Mobilitätszuschuss.

Die Teilnehmenden aus Programmländern erhalten ihre Förderung von der jeweiligen entsendenden Hochschule für die physische Mobilitätsphase (5-30 Tage).

Die organisatorische Unterstützung für ein BIP beträgt bei 15 mobilen Teilnehmenden 6.000 EUR und kann bis zu 8.000 EUR für 20 oder mehr Teilnehmende erreichen. Die TU Dortmund beantragt in der Regel BIPs für 15 mobile Teilnehmende, so dass pro BIP, das die TU Dortmund vor Ort federführend organisiert, bis zu 6.000 EUR zur Verfügung stehen. Die Mittel für die organisatorische Unterstützung werden an die federführende Universität, also in der Regel die Universität, an der die physische Mobilität stattfindet, ausgezahlt und kann somit die Kosten für:

  • die Vorbereitung, Gestaltung, Entwicklung, Durchführung und Nachbereitung des Programms,
  • die Durchführung von virtuellen Aktivitäten sowie die allgemeine Verwaltung und Koordinierung,
  • die Erstellung von Dokumenten oder Lehrmaterial,
  • die Anmietung von Räumen und/oder Ausrüstung,
  • Exkursionen, Kommunikationsaktivitäten, Übersetzungen und Dolmetschen und
  • vorbereitende Besuche und Verwaltungsaufgaben abdecken.

Der Antrag kann momentan formlos per E-Mail bis zum 31. März eines Jahres an Silke Viol mit den folgenden Informationen gerichtet werden:

  1. Name der Fakultät und der Kontakperson in der Fakultät (TU Dortmund)
  2. Nennung beteiligter Universitäten und Rollenverteilung (koordinierende/empfangende oder sendende Einrichtung)
  3. Erasmus-Inter-Institutional Agreements (IIA) vorhanden?
  4. Titel des geplanten BIPs
  5. Thema/Fach des Programms
  6. Kurze inhaltliches Beschreibung des BIPs
  7. Lehr- und Lernmethoden und erwartete Lernergebnisse
  8. Beschreibung der virtuellen Phase
  9. Zeitraum und Ort der physischen Mobilität
  10. Anzahl der mobilen Studierenden/Graduierten/Doktorand*innen/Personal
  11. Unterrichtssprache
  12. Studienfach der Studierenden
  13. Niveau (Bachelor | Master | Phd)
  14. ECTS (mindestens 3 ECTS)

Wenn das BIP von der TU Dortmund aus koordiniert wird, können Mittel zur Organisation für das BIP an die Fakultät ausgezahlt werden. Dazu ist die Mitteilung über die geplante Verwendung ebenfalls wichtig.

Ist zum 31. März das BIP noch nicht vollständig geplant, so können trotzdem Mittel reserviert werden. Melden Sie sich also in jedem Fall fristgerecht bei Silke Viol, um Mittel für ein BIP zu reservieren.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.