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Soziales Engagement und Internationalisierung gemeinsam denken

Gesellschaftliches Engagement

Das IHES-Konzept („Internationalisation of Higher Education for Society“, oder Internationalisierung der Hochschulbildung für die Gesellschaft) zielt darauf ab, eine Verbindung herzustellen zwischen Projekten und Aktivitäten, die zur Internationalisierung der Hochschule beitragen und die gleichzeitig dem Bereich des Sozialen Engagements zuzuordnen sind.

Hiermit sind allgemein kooperative Austauschbeziehungen der Universität mit der Gesellschaft zum beiderseitigen Nutzen gemeint. Diese Aktivitäten sind dabei auch ein integrierter Bestandteil der Hochschule. Mit diesem Ansatz ist auch die Hoffnung verbunden, drängende und inzwischen allgegenwärtige gesellschaftliche Probleme angehen zu können, wie z.B. die Integration von Geflüchteten, Radikalisierung oder Klimawandel. Da diese häufig grenzüberschreitend sind und globale Ausmaße haben, ist damit die Frage verbunden, welchen Beitrag Internationalisierung zur Lösung dieser Probleme leisten kann.

Das Konzept wurde im Rahmen einer DAAD-Studie von Prof. Dr. Uwe Brandenburg, Prof. Dr. Hans de Wit, Prof. Dr. Betty Leask und Prof. Em. Elspeth Jones entwickelt. In der Publikation „Internationalisation in Higher Education for Society (IHES) - Concept, Current Research and Examples of Good Practice, 2020" definieren sie IHES folgendermaßen:

“Internationalisation of Higher Education for Society (IHES) explicitly aims to benefit the wider community, at home or abroad, through international or intercultural education, research, service and engagement” (eigene Übersetzung: „Die Internationalisierung der Hochschulbildung für die Gesellschaft (IHES) zielt explizit darauf ab, der breiteren Gesellschaft im In- und Ausland durch internationale oder interkulturelle Bildung, Forschung, Dienstleistung und Engagement zu nutzen“)

In der Studie wird festgestellt, dass die Verbindung zwischen der sozialen Verantwortung bzw. des gesellschaftlichen Engagements der Hochschulen und der Internationalisierung oftmals fehlt. Diesen „missing link“ wollen wir aufgreifen und aufzeigen, wie durch Internationalisierungsprozesse an der Hochschule auch Beiträge zur positiven Entwicklung des regionalen Umfelds geleistet werden können.

IHES-Projekte an der TU Dortmund

Um eine institutionelle Verankerung der Third Mission-Aktivitäten mit internationalen Bezug zu gewährleisten und diese fest in das internationale Geschehen zu integrieren, werden an dieser Stelle die bestehenden Third Mission-Aktivitäten gesammelt und portraitiert.

Charakteristika von IHES-Projekten sind

  • Wer profitiert von den Aktivitäten? – IHES- Aktivitäten zielen absichtsvoll und bewusst darauf ab, der Gesellschaft an sich Vorteile zu verschaffen. Aktivitäten werden sorgfältig geplant, evaluiert und ihr Einfluss/Effekt auf die Gesellschaft wird in irgendeiner Weise sichtbar.
  • Sind Akteure außerhalb der Hochschule involviert? – IHES bezieht die breitere Gesellschaft ein, sei es daheim oder im Ausland. Es kann das Globale in das Lokale bringen, oder das Lokale in das Globale, oder beides.
  • Welche Bereiche an der Hochschule bringen sich ein? – IHES kann in allen Bereichen der Hochschule stattfinden: Lehre, Forschung und gesellschaftliche Verantwortung (siehe "Internationalisation in Higher Education for Society" (IHES), 2020, S. 28)

An der TU Dortmund gibt es bereits eine Reihe von verschiedensten Projekten, die unter dem  IHES-Dach gefasst werden könnten, aber – auch weil es sich um ein vergleichsweise junges Konzept handelt – diesem möglicherweise noch nicht zugeordnet werden.

Diese Auflistung ist nicht vollständig und wir freuen uns über Anregungen und Feedback!

Brückenschlag in die lokale und regionale Wirtschaft

Internationale Absolvent*innen sind als angehende Akademiker*innen begehrte Fachkräfte. Um diese mit Akteuren der lokalen und regionalen Wirtschaft zusammen zu bringen, sind vor allem zwei Projekte bedeutsam:

Bereits seit zehn Jahren bringt die Internationale Karriere­messe qua­li­fi­zier­ten aka­de­mischen Nachwuchs mit Un­ter­neh­men aus Dort­mund und der Region zu­sam­men. Geplant und umgesetzt wird sie in Kooperation mit der IHK zu Dortmund Damit trägt die Messe dazu bei, die Internationalisierung der Hochschulen auch in die Unternehmen zu tragen - zum beiderseitigen Nutzen.

Das neue Mentoring-Programm "Tandem2Job" setzt auf den persönlichen Erfahrungsaustausch: Hier geben berufserfahrene Mentees einen Einblick in die
spezifischen Berufsfelder, Tätigkeiten und Strukturen Ihrer Brancheund unterstützen Studierende mit und ohne Fluchthintergrund aktiv beim Übergang zwischen Hochschule und Arbeitsmarkt.

Europa macht Schule

Das Programm "Europa macht Schule" (EmS) bringt Studierende und Schüler*innen zusammen in einen Klassenraum. Als die Stimme ihres Heimatlandes gestalten internationale Studierende ihr eigenes kreatives Projekt, um Schülerinnen und Schülern ihre Kultur und Geschichte näher zu bringen. Dabei richtet sich "Europa macht Schule" nicht nur an Europäerinnen und Europäer, sondern an Studierende aus aller Welt. Mehr Informationen für Studierende und Lehrkräfte finden Sie auf unseren "Internationaler Campus"-Seiten.

 

Angebote für Geflüchtete

Die TU Dort­mund un­ter­stützt Ge­flüch­te­te beim Spracherwerb, der Studienbewerbung, bei Fragen zur Studienfinanzierung, Stipendienprogrammen und der sozialen Integration an der TU Dort­mund. Dabei ist die Clearingstelle für Ge­flüch­te­te die erste Anlaufstelle für Studien­interessierte mit Fluchthintergrund; ebenso für geflüchtete oder bedrohte Wis­sen­schaft­ler*innen und Forschende.

Ein männlicher Studierender steht in einer Bibliothek zwischen zwei Bücherregalen © bantersnaps​/​Unsplash

Zertifikat "Studium International"

Das Zertifikat "Studium International" honoriert internationale Aktivitäten von Studierenden der TU Dortmund, die zusätzlich zum Studium, also freiwillig und/oder ehrenamtlich, durchgeführt werden. Viele Studierende nutzen ihr Studium, um den Campus internationaler zu gestalten, mit eigenen Auslandaufenthalten den Horizont zu erweitern oder sich fremdsprachlich weiterzubilden. Das Zertifikat fasst all diese Aktvitäten übersichtlich und anschaulich zusammen.

Der Aufbau sieht verschiedene Komponenten vor. Der Baustein C - International Engagiert - enthält nun auch einen Track 2, mit dem Engagement mit internationalem Bezug auch außerhalb der TU Dortmund - also z.B. in Projekten von öffentlichen Trägern, der Stadt Dortmund etc. - angerechnet wird.

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