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Sommersemester 2022

Study Abroad Storytellers

Folgen Sie sechs TU-Stu­die­ren­den beim Abenteuer Ausland in diesem Se­mes­ter in den USA, Japan und Südkorea bzw. Taiwan.


Appalachian State University, USA

Jessica

USA – Go Mountaineers!

Hi, ich bin Jessica und werde ab Januar für ein Semester an der Appalachian State University in North Carolina studieren. Die Uni liegt inmitten der Blue Ridge Mountains und ist von zahlreichen Nationalparks umgeben.

Es ist schon immer ein Traum von mir gewesen in den USA zu studieren und das typische College-Leben kennenzulernen. Ich habe mich für die App State entschieden, weil ich von der Atmosphäre und den vielfältigen Studierendenorganisationen beeindruckt war. Daher freue ich mich neben dem Studium auf die vielen Sportveranstaltungen, Outdoor Aktivitäten, den interkulturellen Austausch und Teil der App State Community zu sein.

Folgt mir gerne auch auf Instagram.

Studiengang: Master Wirtschaftswissenschaften

Austauschprogramm: ISEP

Ich bin momentan in meiner letzten Woche an der App State und mitten in meinen Final Exams. Ich kann es gar nicht glauben, dass das Semester nun schon vorbei ist - die Zeit verging wie im Flug! Insbesondere die letzten Tage waren besonders intensiv, da man zwischen Prüfungsstress und den Vorbereitungen für den Auszug auch noch die letzten Abschlussveranstaltungen erleben und Zeit mit Freunden verbringen wollte.

Dabei schwelgt man noch in den Erinnerungen an die letzten Wochen. Der Frühling ist nämlich endlich in Boone angekommen und der Campus strahlt nun noch viel schöner als zuvor. Studierende liegen auf der Wiese der Sanford Mall im Gras, spielen Frisbee oder entspannen in ihren Hängematten – es fühlte sich an als sei man mitten in einem typisch amerikanischen College-Film. Zwar hat der Uni-Stress im letzten Monat nochmal zugenommen, aber nun konnte man besser einschätzen, was die Professoren erwarten und wie viel Zeit und Mühe man in die Abgaben stecken muss. Dennoch war ein gutes Zeitmanagement gefragt, um die Wochenenden genießen zu können.

Das Osterwochenende wollten drei Freunde und ich nochmal dazu nutzen, um einen Roadtrip an der East Coast zu unternehmen. Unser Trip führte uns von Savannah nach Charleston, über Wilmington und mit der Autofähre bis hin zu den Outer Banks. Meine Highlights waren dabei auf jeden Fall die Outer Banks sowie die sumpfige und tropische Atmosphäre in Georgia und South Carolina.

Die restlichen Wochen haben wir damit verbracht, zu wandern oder mit unserer Gruppe an Internationals eine Nacht campen zu gehen. Meine beste Freundin Kat und ich haben den Sonnenaufgang und -untergang vom Blue Ridge Parkway gesehen. Wir sind ein Stück auf der über 750 km langen Panoramastraße entlanggefahren und haben an jeglichen Overlooks gehalten, um über die Weiten der Blue Ridge Mountains blicken zu können. Mein Local Friend Lelia hat eine amerikanische Freundin und mich zum Grandfather Mountain mitgenommen, wo wir von der Swinging Bridge nicht nur eine überragende Sicht über die Berge hatten, sondern auch Bären und Weißkopfseeadler im Nature Preserve in unmittelbarer Nähe sehen konnten. Am LDOC (Last Day of Class) fand eine Abschiedsveranstaltung für die internationalen Studierenden statt und abends haben wir diesen Tag noch neonbunt gefeiert.

Die Aufbruchstimmung ist nun allen anzumerken und viel Zeit für den Abschied bleibt nicht mehr. Auch wenn ich nach dem Semester an der App State noch ein wenig in den USA bleiben werde, bevor es zurück nach Deutschland geht, blicke ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf die Zeit zurück. Das Semester war eine unvergessliche Erfahrung für mich und ich kann jedem nur empfehlen den Schritt ins Auslandssemester zu wagen! :)

Die letzten Wochen reichten von Roadtrip-Euphorie bis hin zu Uni-Stress. Nachdem ich meinen letzten Bericht geschrieben habe, ging es nämlich mit sechs Freunden direkt in die Spring-Break Ferien. Geplant war ein Roadtrip quer durch Texas, über Louisiana bis hin nach Mississippi. Unsere erste Destination war Dallas. Unser Highlight war auf jeden Fall der Besuch des NBA-Games der Mavericks gegen die Sacramento Kings sowie Nowitzki‘s weißes Jersey an der Hallendecke. Anschließend sind wir in die Hauptstadt Texas‘ nach Austin gefahren. Hier haben wir uns unter anderem ein kleines Boot ausgeliehen und haben uns beim Sonnenuntergang die Skyline vom Colorado River angeschaut.

Nach Austin sind wir nach Bandera gefahren – einer alten Western-Stadt, die tatsächlich alle texanischen Klischees erfüllte: Von Cowboyhüten, über Trump-Flaggen bis hin zu Hinweisen an den Eingangstüren, dass beim Tragen einer Waffe keine Polizei gerufen wird. Am selben Tag sind wir noch nach San Antonio gefahren. Der River Walk war besonders schön, da er am Abend in seinen bunt beleuchteten Farben strahlte und tagsüber mit seinen Restaurants und einer trubeligen Venedig-Atmosphäre lockte. Anschließend sind wir weiter nach Houston gefahren. Zum Glück wurden wir in San Antonio von einer Verkäuferin vorgewarnt, denn ich habe noch nie einen solch schlimmen Verkehr erlebt! In Houston haben wir das NASA-Museum besucht sowie das gesamte NASA-Gelände. Es war spannend zu sehen, wie die Länder gemeinsam an der Mars-Mission 2025 arbeiten.

Houston war unsere letzte Station in Texas, denn anschließend ging es nach New Orleans in Louisiana. Das berühmte French Quarter strahlte in bunten Farben und in jeder Ecke hörte man Jazz Musik. Da nur wenige Tage zuvor der berühmte Karneval „Mardi Gras“ gefeiert wurde, waren alle Häuser prunkvoll in den offiziellen Farben des Festes geschmückt. Violett steht dabei für Gerechtigkeit, Grün für den Glauben und Gold für die Macht. Louisiana ist jedoch auch untrennbar mit der Geschichte der Sklaverei verbunden. Daher besuchten wir die „Laura Plantation“ – eine der größten Zuckerplantagen Louisianas. Die geführte Tour führte durch das Herrenhaus bis hin zu den Sklavenunterkünften. Der Blick auf das „Slave Registry“ zeigte erschreckend, welchen „Wert“ ein Menschenleben damals hatte. Besonders grausam waren vor allem die Erzählungen über die gezeugten Sklavenkinder und den Foltermethoden. Es war ein echt emotionaler Aufenthalt und ich kann jedem nur einen Besuch in einer Plantage empfehlen!

Nach einem Kurzausflug am Golf von Mexiko in Mississippi, endete unser Roadtrip. Nach einigen gecancelten und verspäteten Rückflügen sowie einer ungeplanten Nacht in Charlotte, sind wir an der App State wieder angekommen und direkt in einen Post-Vacation Blues verfallen. Als seien die zuvorigen Midterm-exams nicht genug gewesen, wartete ein Berg an Assignments auf mich. Ablenkung boten dabei jedoch das erste Baseballspiel der Saison sowie die Party des St. Patrick’s Days.

Halbzeit! Fast genau zwei Monate bin ich nun an der App State und die Zeit vergeht wie im Fluge. Vergangene Woche standen schon die Midterms an und ich war den Großteil der Zeit damit beschäftigt meine Hausarbeiten zu schreiben, zu lernen und nebenbei noch die täglichen Assignments abzuarbeiten. Der zeitliche Aufwand ist nicht zu unterschätzen, jedoch geht man als deutsche Studentin glaube ich mit anderen Erwartungen in die Prüfungen als die Amerikaner. Die Prüfungen sind deutlich lockerer gestaltet und erfordern aufgrund der wöchentlichen Assignments nicht mehr allzu viel Vorbereitung, wie in Deutschland.

Fast täglich finden auf dem Campus Veranstaltungen statt. Meistens werden diese von den Clubs und Studierendenorganisationen der Uni veranstaltet. So waren wir beispielsweise bei einem Konzert oder haben uns nach dem letzten Heimspiel der Basketballer den Gastauftritt eines Country Sängers angeschaut. Die App State bietet echt viel für ihre Studierenden an und dadurch, dass es in dem Örtchen Boone mehr Studierende als Einwohner gibt, kann man hier das volle Programm des amerikanischen College-Lebens erleben.

Am Wochenende sind wir nach Raleigh – die Hauptstadt des US-Bundesstaates North Carolina gefahren, um ein Eishockeyspiel der Carolina Hurricanes zu sehen. Die Atmosphäre in der Arena war beeindruckend! Bei solchen Sportveranstaltungen wünsche ich mir, dass die Deutschen sich ein Stückchen von der Euphorie der Amerikaner abschneiden würden. Natürlich ist die Liebe der Amerikaner zum Football kaum zu übertreffen. Zwei amerikanische Freundinnen haben mich zum Superbowl eingeladen und es war toll, das Event des Jahres live in den USA miterleben zu können.

In den letzten Tagen kam auch endlich die Sonne heraus und der Campus zeigte sich von einer ganz anderen Seite. Mitten auf dem Campus ist die sogenannte Sanford Mall, die bei Sonnenschein alle nach draußen lockt. Studierende schaukeln in Hängematten zwischen den Bäumen, spielen Frisbee mit ihren Hunden oder entspannen auf der Wiese. Kurz vor Spring Break wurden hier ein paar Stände aufgebaut und man konnte beispielsweise Minigolf spielen, S’mores am Lagerfeuer essen und Freundschaftsbänder basteln.

Die ersten Wochen sind nun vergangen und ich habe mich so langsam an den amerikanischen Uni-Alltag gewöhnt. Da ich meine Kurse frei auswählen konnte, habe ich mich für zwei Leadership-, einen English- sowie einen Intercultural Communications Kurs entschieden. Auch wenn mein Stundenplan recht leer wirkt, hat man dennoch mehr als genug zu tun. Die Menge an wöchentlichen Abgaben und Hausaufgaben sind viel höher als in Deutschland. Auch die Art des Unterrichtens und die Größe der Klassen unterscheiden sich deutlich von meinen Wirtschaftskursen an der TU Dortmund. So sind bei mir nur etwa 15-20 weitere Studierende in den einzelnen Kursen und es ist viel interaktiver gestaltet. Auch das Verhältnis zu den Professoren ist viel lockerer und teilweise laden sie am Ende des Semesters sogar zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Bisher haben alle Kurse in Präsenz stattgefunden, jedoch müssen wöchentlich vereinzelte Studierende aufgrund von Corona virtuell zugeschaltet werden.

An der Uni gibt es viele Möglichkeiten interkulturell in den Austausch zu treten, wie beispielsweise über das „International Friendship Program“. Dabei werden Einwohner der Stadt mit internationalen Studierenden zusammengebracht, um regelmäßig etwas zu unternehmen. Vergangenes Wochenende habe ich meine „Local Friends“ Lelia und Bill getroffen, da sie wieder ein großes Dinner mit mehreren internationalen Studierenden veranstaltet haben. Die Abende sind immer total herzlich und familiär und die beiden sind immer für einen da.

Über das Wochenende war eigentlich geplant, dass wir nach Asheville sowie zu einigen Wasserfällen und Aussichtspunkten im Südwesten von North Carolina fahren. Jedoch hat es über Nacht mehr geschneit als erwartet, sodass wir unsere Pläne canceln mussten. Stattdessen sind wir nach Downtown Boone gegangen und haben die kleinen Thrift Shops durchstöbert. In dieser Gegend ist das ziemlich beliebt und weit verbreitet - in manchen Läden gibt es sogar 10 Prozent Rabatt, wenn man an der Kasse tanzt. Am Abend sind wir dann noch Ski gefahren. Zwar leben wir mitten in den Appalachen, jedoch waren die Pisten auf diesem Berg nicht allzu spektakulär.

Nachdem ich nun fast zwei Jahre warten musste, waren die letzten Tage vor meinem Abflug in die USA doch noch sehr stressig. Wie bei einigen anderen auch, hat sich mein Auslandssemester aufgrund der Pandemie nach hinten verschoben, sodass ich inmitten der Abgabe meiner Masterarbeit und den letzten Vorbereitungen für den Aufenthalt in den Staaten stand. In den frühen Morgenstunden an Neujahr ging es nun endlich los! Zusammen mit Laura, einer weiteren Studentin der TU Dortmund, sind wir noch vor dem offiziellen Beginn der Uni nach Chicago geflogen. Unsere Highlights waren auf jeden Fall der Riverwalk und der Blick auf die Skyline vom Pier aus!

Nach unserem viertägigen Aufenthalt im verschneiten Chicago sind wir nach Charlotte geflogen, wo wir von dem Organisationsteam der Appalachian State University direkt am Gepäckband willkommen geheißen wurden. Wir konnten an dem Tag noch Charlotte erkunden und die anderen internationalen Studenten kennenlernen. Am nächsten Morgen ging es dann zur App State. Ich lebe in einem Apartment zusammen mit einer Amerikanerin, einer Polin und einer Katze. Die Orientation Week hatte ein volles Programm - angefangen bei Workshops zur American Culture, über die ersten Einkäufe im Walmart bis hin zu Führungen über den wunderschönen Campus. Bereits Mitte Dezember hatten wir eine virtuelle Pre-Orientation Week, in der sich zahlreiche Abteilungen, Clubs und Ansprechpartner der Uni vorgestellt haben. Leider hatten wir hier vor Ort jedoch schon in den ersten Tagen einen positiven Corona-Fall unter den Internationals, sodass die restlichen Veranstaltungen entweder gecancelt oder virtuell abgehalten wurden. Diese Nachricht hat uns wieder ein wenig zurückgeholt, denn trotz der vielen tollen Eindrücke und Erlebnisse, die wir hier erfahren dürfen, ist die Pandemie noch nicht vorüber. Zwar bin ich froh, dass in den Innenräumen der Uni Maskenpflicht herrscht, jedoch muss man sich noch an den etwas lockeren Umgang mit Corona gewöhnen.

Die erste Unterrichtswoche war sehr intensiv und schon jetzt sitze ich vor einem Berg voller Assignments. Abwechslung boten jedoch die organisierten Ausflüge, wie z.B. Wanderungen oder Restaurantbesuche. Am ersten längeren Wochenende wurden wir allerdings von einem Schneesturm eingeschneit, sodass wir unsere Pläne, Ski zu fahren, verschieben mussten und stattdessen auf dem Campus Schlitten gefahren sind.


Butler University, USA

Niclas

USA - Go Bulldogs!

Hi, ich bin Niclas und werde im Spring Term ‘22 an der Butler University in Indianapolis studieren. Eine Zeit in den USA zu leben war schon immer mein Traum und ich freue mich, viele neue Leute und verschiedene Kulturen kennenzulernen.

Ich bin gespannt auf das amerikanische Campus Leben und darauf, wie die deutlich kleineren Kurse den Studienalltag verändern. Besonders cool finde ich, dass ich in meiner Zeit an der BU mein Studienfeld von einem ganz anderen Standpunkt aus betrachten kann und neue Blickwinkel erfahren werde. Als leidenschaftlicher Sportfan finde ich es natürlich besonders gut, dass die Butler Bulldogs im Basketball ziemlich erfolgreich sind und in der Big East Conference spielen. Ich bin gespannt nach dem „Butler Way“ zu leben und Teil der Community zu werden.

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Studiengang: Bachelor Wirtschaftsingenieurswesen

Austauschprogramm: ISEP

Die letzten 4 Monate vergingen wie im Flug und bevor die Finals beginnen haben meine Freunde und ich uns vorgenommen, die USA über die Wochenenden zu erkunden. Da Indy relativ zentral liegt hat man die Möglichkeit, die Ostküste und den mittleren Westen in wenigen Flugstunden zu sehen. Wir nutzten die Gelegenheit, um nach Chicago, New York und Pittsburgh zu fliegen und alle Flüge waren kürzer als zwei Stunden.

Mit dem Frühlingsanfang begann auch das Spring Training der Football Mannschaft und es fanden Baseball- und Lacrossespiele statt. Die Spiele sind entweder am Wochenende oder nachmittags unter der Woche, sodass man neben der Uni auch Zeit hat, die Spiele zu besuchen.

Eine Woche bevor die Finals beginnen, enden die Kurse und die Professoren halten ihre letzte Vorlesung. Wie bereits vor den Midterms hat jeder Professor mehrere Sprechzeiten täglich, um Fragen zu beantworten die beim Lernen aufkommen. Während man in den Breakout-Rooms in der Lacy School of Business lernt, kommen ab und zu Studenten vorbei, die für die BU arbeiten, und verteilen Snacks zur Stärkung der Nerven während des Lernens. Die Finals liefen für mich sehr gut und ich fühlte mich durch die Professoren bestens vorbereitet.

Die meisten Studenten räumen aktuell Ihre Apartments aus und bereiten sich darauf vor, nachhause zu gehen. Bevor es für mich zurück nach Dortmund geht, reise ich noch mit einem Freund, den ich an der BU kennengelernt habe, durch die USA. Das Auslandssemester hat mir geholfen, mein Studium von einer anderen Perspektive aus zu betrachten, meine Englischkenntnisse zu verbessern, mich persönlich weiterzuentwickeln und viele neue Leute kennenzulernen. Neben den anderen Austauschstudenten habe ich auch unzählige Amerikaner kennengelernt, mit denen ich mich angefreundet habe und in Kontakt bleiben werde. Ich kann jedem nur empfehlen, ein Auslandssemester zu machen und bin froh, diese Erfahrung gemacht zu haben!

Nach den Midterms stand erstmal Spring Break an. Eine Woche Abstand vom Lernen und den wöchentlichen Aufgaben. Während meiner Zeit an der BU habe ich mich nicht nur mit zahlreichen Amerikanern, sondern auch mit zwei anderen International Studierenden aus Österreich und Finnland angefreundet. Gemeinsam haben wir die quarter-finals der Indian Wells Masters, ein Tennisturnier in Kalifornien, besucht. Nach den quarter-finals haben wir noch ein paar Tage in Los Angeles verbracht und die Sonne genossen, bevor es zurück nach Indianapolis ging. Am letzten Tag bevor die Uni wieder los ging, haben wir eine Stadiontour im Lucas Oil Stadium der Indianapolis Colts bekommen, welches nur 15 Minuten mit dem Auto vom Campus entfernt ist. Wir bekamen Einblicke in die Kabinen und durften sogar auf das Feld, was mich als Footballfan natürlich mega gefreut hat.

Zurück in Indianapolis beginnt auch schon wieder die Uni und die Vorbereitung auf die zweiten Midterms laufen schon. Alle meine Kurse bestehen aus zwei Midterms und einer Final-Exam. Die Midterms machen insgesamt 40% der Kursnote aus und die Final-Exam ist mit 30% gewichtet. Die Restlichen 30% kann man sich durch wöchentliche Quizzes, Abgaben und Anwesenheit erarbeiten.

Unser Associate Director for Incoming International Exchanges, Ms. Bobby, hat ein Treffen mit Professoren, die ebenfalls mal Internationale Studierende waren, veranstaltet. Die Professoren kamen aus China, Brasilien, der Schweiz und vielen anderen Nationen und haben ihre Erfahrungen mit uns geteilt und anschließend haben wir die Möglichkeit bekommen Fragen zu stellen. Generell veranstaltet die Butler University sehr viele verschiedene Events auf dem Campus, welche auch zahlreich besucht werden. In den letzten Wochen wurden beispielsweise Bingo Nights, Craft and Movie Nights, eine Build-a-Bear-Night und vieles mehr veranstaltet. Außerdem hatten wir Studenten die Möglichkeit kostenlos Tickets für das Imagines Dragons Konzert in Downtown Indianapolis zu bekommen.

Die erste Hälfte des Semesters ist nun um und in den letzten zwei Wochen habe ich meine Midterms geschrieben. In den Midterms wurden die ersten Kapitel, aus den jeweiligen Fächern, abgefragt und es gab immer einen Multiple-Choice-Teil und einen Rechenteil. Die Professoren haben uns mit Probeklausuren, Beispielaufgaben und in ihren Office Hours sehr gut vorbereitet. Die Quizzes und Midterms liefen für mich sehr gut und ich habe mich ziemlich schnell und ohne Probleme an das amerikanische Prüfungssystem angepasst.

Cool ist auch, dass die Lacy School of Business (Dugan Hall) immer offen ist und man mit seiner Student-ID jederzeit dort lernen kann.  Man hat die Möglichkeit in Gemeinschaftsräumen, Quiet Areas, einzelnen Breakout-Rooms oder sogar in den Unterrichtsräumen zu lernen. Die Lernorte sind auch bestens für einen Studienmarathon ausgestattet. Im Erdgeschoss der Dugan Hall ist ein Shop, in dem man sich mit Snacks und Getränken versorgen kann. Außerdem gibt es zahlreiche Wasserspender und Vending Machines. Am liebsten treffe ich mich mit Freunden gemeinsam in den Breakout-Rooms und jeder lernt dann für sich ein paar Stunden.

Mit Beginn der Midterms fing auch das Wetter an besser zu werden und es ist deutlich angenehmer als in meinen ersten Wochen. Sobald die Temperaturen über 10°Celsius sind verlagert sich das Leben der Butler Studenten nach draußen und man sieht über den Campus verteilt Menschen Hängematten zwischen Bäumen aufspannen. Wenn man sich sportlich betätigen möchte, kann man mit den anderen Alumni auch Fußball, Football, Spikeball oder andere coole Sachen spielen. Ich habe das gute Wetter genutzt, um Soccer und Basketball mit Freunden zu spielen. Die Butler University hat mehrere Rasen und Kunstrasenplätze und man findet eigentlich immer einen Platz zum Spielen und gegen Abend kann man die schönen Sonnenuntergänge Indiana‘s bestaunen.

Einen Monat bin ich jetzt schon an der Butler University und ich habe mich echt gut eingelebt. Bevor ich hierher kam dachte ich, dass die größte Herausforderung für mich sein würde, dass ich mit sieben anderen Menschen in einem Apartment leben muss. Glücklicherweise komme ich mit meinem Roommate und den anderen “Podmates“ super klar. Sie erleichterten mir die Eingewöhnung und wir gucken fast täglich zusammen Basketball, Football oder Golf.

Für die meisten Kurse hier an der BU braucht man bestimmte Textbücher. In den Büchern ist häufig einen Code enthalten, mit dem man auf eine Online-Plattform zugreifen kann, über die man auch Hausaufgaben erledigt oder Tests durchgeführt. Insgesamt musste ich ca. 300$ für  meine Bücher und Onlinezugänge zahlen. Diese Woche hatte ich auch meine erste Zwischenprüfung in einem Kurs, die ich sehr erfolgreich bestanden habe. Dadurch, dass ich für dieses Modul jede Woche Assignments abgeben musste, war ich so ‘tief’ im Stoff, dass ich kurz vor der Prüfung nur ein wenig wiederholen musste. Nächste Woche habe ich in zwei anderen Kursen weitere Zwischenprüfungen. Alle Professoren bieten eine Sprechstunde an und teilweise bieten Studierende aus höheren Semestern auch Fragestunden an, zu denen man unangemeldet und mit jeder möglichen Frage erscheinen kann.

Letzte Woche erreichte uns in Indianapolis außerdem der erste Schneesturm in diesem Jahr. Bereits einen Tag bevor es anfing zu schneien kündigte die Butler University an, dass die Kurse via Zoom stattfinden werden, der Campusbetrieb bis auf die Mensa eingestellt wird und dass man am “Sellick Bowl“ (Football Stadion) am besten Schlitten fahren kann. Es fing Nachmittags an zu schneien und als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, lag überall 20cm hoher Neuschnee. Die Umstellung auf Zoom lief problemlos und nach den lectures ging es ab in den Schnee! Überall auf dem Campus lieferten sich Studenten Schneeballschalten und der “Sellick Bowl“ war voll mit schlittenfahrenden Studenten.

Insgesamt waren meine ersten Wochen an der BU erlebnisreich, cool und aufregend und ich bin gespannt was mich noch erwartet!

Bereits vor meiner Abreise aus Deutschland wurde mir von der Butler University (BU) eine Mentorin zugeteilt, die mich vom Flughafen abholen und mich im Studienalltag unterstützen sollte. Im Fairview House, meiner Residence Hall, angekommen, lernte ich meine amerikanischen Mitbewohner kennen, bekam eine kleine Campustour und richtete mein Zimmer ein. Im Fairview House gibt es sogar ein eigenes Gym, eine Recreation and Gaming Lounge, ein Social Space und Study Rooms.

Die ersten drei Tage nach meiner Ankunft dienten als “Orientation Week“. In dieser Zeit lernte ich unter anderem andere international Studierende kennen und wir wurden bestens für einen erfolgreichen Start ins Semester vorbereitet. Der Campus besteht aus einem Mix von historischen Gebäuden (“Jordan Hall“ / “Atherton“) und modernen Gebäuden (Dugan Hall). Alle Gebäude sind von meinem Apartment in fünf Minuten zu Fuß zu erreichen.

Meine Dozenten sind alle sehr engagiert, hilfsbereit und super nett. Im Vergleich zu meinen bisherigen Kursen an der TU ist die Kursgröße an der BU wesentlich kleiner. Alle meine Kurse bestehen aus 15 bis 30 Studenten, wodurch man sehr einfach neue Leute kennenlernen kann. Ein weiterer Unterschied zu meinen bisherigen Studienerfahrungen ist, dass man jede Woche Tests/Quizzes hat, Arbeiten abgeben muss oder für die Mitarbeit benotet wird.

Mein bisheriges Highlight war das Men‘s Basketballspiel der Butler Bulldogs. Die Butler Bulldogs spielen in der Big East Conference und in der höchsten College-Basketballliga. Die Bulldogs tragen ihre Heimspiele im historischen “Hinkle Fieldhouse“ aus, das bis zu 9100 Zuschauer aufnehmen kann und kostenlos für Studenten der BU ist. Die Stimmung war vor und während des Spiels unglaublich!


University of Montana, USA

Sabrina

Von den Stränden Australiens zu den Bergen Montanas - der zweite Versuch

Ich bin Sabrina und studiere Angewandte Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaften sowie Journalistik und studiere ab Januar ein Semester an der University of Montana. Schon zum zweiten Mal habe ich die Möglichkeit meine Leidenschaft für das Reisen und Schreiben als Storytellerin zu kombinieren!

Nach dem letzten, leider nur kurzen Aufenthalt in Australien, verschlägt es mich jetzt in ein ganz anderes Klima: den winterlichen Bundestaat Montana in den USA. Ich bin neugierig, was für Erfahrungen und Abenteuer dort auf mich warten. Besonders freue ich mich auf die vielseitigen Uni-Kurse, aber natürlich auch auf die Freizeitaktivitäten. Und wer weiß, vielleicht kehre ich nach Monaten umgeben von atemberaubender Natur, Wäldern und Bergen auch als sportlicher Wander-Fan zurück!

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Studiengang: Bachelor Angewandte Sprachwissenschaften

Austauschprogramm: ISEP

Viele denken bei amerikanischem Essen an eines: Junk-Food. Das Klischee kommt nicht von weit her, selbst in der Kleinstadt Missoula gibt es mehr als 30 Fast-Food Filialen.

In sehr vielen Produkten schmeckt man auch einen deutlichen Zuckerzusatz. Ich vermisse nicht nur - wie wahrscheinlich alle Deutschen, die nach Amerika reisen – deutsches Brot, sondern auch die normal gesüßten Süßigkeiten, Säfte und gewisses Obst und Gemüse.

Für Menschen mit verschiedenen Unverträglichkeiten, wie mich, ist die Ernährung eine kleine Herausforderung. Montana ist eine zusätzliche Herausforderung für Leute, die sich vegetarisch oder vegan ernähren. Im Restaurant essen gehen? Schwierig. Als ich das erste Mal in einem American Diner essen war war das einzige vegetarische Gericht Pommes.

In der Uni gibt es zum Glück einige Mensen mit jeweils Veggie Angeboten. Die beliebteste Mensa ist der Food Zoo mit All-you-can-eat Buffet für 11 Dollar. Direkt nebenan bei Rise & Rooted gibt es Pizza und Pasta Kreationen für wenig Geld. Diese Mensa ist sogar bis zehn Uhr abends geöffnet.

Im Food Court gibt es viele verschiedene Essensstände. Mein Favorit ist Harvest, denn dort gibt es gesunde Bowls, die man sich selbst zusammenstellen kann.

Um zwischendurch etwas Abwechslung zu den Uni-Gerichten zu bekommen, habe ich mich in Missoula auf die Suche nach guten Lokalitäten mit diversen Menüs gemacht.

Neben den klassischen, fleisch-lastigen American Diners gibt es viele Restaurants mit Einflüssen aus anderen Ländern. Eines ist zum Beispiel das sehr beliebte Lokal Zoo Thai mit thailändischer Street Food. Fast alle Gerichte gibt es auch als glutenfreie und vegane Option. Allerdings sind die Schärfe Stufen nicht zu unterschätzen!

Süße Snacks für zwischendurch gibt es bei Veera Donuts. Die Donut Kreationen dort sind nicht nur ausgefallen, sondern auch alle vegan!

Was mir als außergewöhnlich aufgefallen ist in den USA, sind die kleinen Kaffeehäuser. Egal ob Großstadt oder Dorf, fast überall findet man kleine Häuschen, die nur Kaffee, Espresso und Tees auf ihrem Menü haben und aus einem kleinen Fenster bedienen. Manche gibt es sogar als Drive-Thru, wie der Loose Caboose. Sehr praktisch für Roadtrips!

Jetzt wo die Tage wärmer werden, lohnt sich besonders ein Abend bei der Ten Spoon Vinery. Dort gibt es günstige Wein Tastings, die man draußen auf einer großen Wiese neben den Weinstöcken genießen kann. Dazu gibt es abends immer Live-Musik und Steinofen Pizza. Wenn man Glück hat, sieht man sogar ein paar Rehe an der Weinstube vorbeispazieren.

Das halbe Semester ist mittlerweile geschafft und endlich ist es Zeit für den aufregendsten Teil: eine Reise für meinen Kurs „Reporting Native News“. Seit über 30 Jahren bietet die Journalistik Fakultät diesen Kurs an, um für mehr Sichtbarkeit von Native Americans in journalistischer Berichterstattung zu sorgen.

In Montana gibt es sieben Reservate. Jedes Team, bestehend aus Reporter*in und Fotograf*in, bekommt ein Reservat zugeteilt für die Berichterstattung. Das ganze Semester lang arbeiten die Teams an einem Thema über ihr Reservat, um am Ende eine Reportage zu produzieren, die in mehreren Medien veröffentlicht wird. Für die Berichterstattung fahren alle Teams mitten im Semester für mehrere Tage in das Reservat.

Ich habe als Reporterin gemeinsam mit einem Fotografen das Flathead Reservat zugeteilt bekommen, das in der Nähe von Missoula liegt und die Stämme Bitterroot Salish, Upper Pend d’Oreille und Kootenai umfasst.

Das Oberthema in diesem Jahr ist Klimawandel. Meine Reportage dreht sich um die Frage, wie Klimawandel sich auf die Kultur des Salish Tribe auswirkt. Für ein Wochenende sind mein Teampartner und ich ins Reservat gereist und haben viele interessante Menschen getroffen.

Eine unserer Protagonist*innen ist zum Beispiel Aspen. Sie ist eines der wenigen Stammesmitglieder, das fließend Salish spricht. Sie hat uns viel über den Zusammenhang von Kultur, Sprache und der Natur erklärt. Der Klimawandel beeinflusst vor allem ihren kulturellen Kalender, das heißt, dass zum Beispiel Pflanzen zu anderen Zeiten blühen und es schwieriger ist, diese traditionellen Pflanzen zu ernten.

Falls ihr mehr über das Projekt wissen wollt, könnt ihr dem Native News Instagram Account @nativenewsmt folgen. Meinen fertigen Bericht könnt ihr Mitte Mai online finden: https://nativenews.jour.umt.edu/projects/

Ich muss sagen, ich war nie ein besonders großer Fan von den USA. Aber manchmal muss man über den eigenen Schatten springen und offen dafür sein, eigene Erfahrungen zu sammeln. Ein kleiner Kulturschock war zunächst der Umgang mit Corona. Montana hat quasi keine Maßnahmen, aber immerhin gibt es in der Uni und in Bussen eine Maskenpflicht. Tatsächlich hat mich das Land aber auch positiv überrascht.

Nachdem ich mich erst einmal damit abgefunden hatte, dass fast jeder Mensch hier eine Waffe bei sich hat und ich argwöhnisch beäugt werde, weil ich eine Maske in Innenräumen trage, habe ich gemerkt, dass die meisten Menschen hier doch ziemlich freundlich und offen sind.

Besonders an der Uni sind alle super interessiert, wenn man erzählt, dass man aus dem Ausland kommt. Auch die Dozierenden sind sehr nett gegenüber Internationals. Ein Dozent fragt mich jede Woche, ob es mir gut geht und wie ich mich einlebe. Die Ängste, in einem fremden Land mit anderer Sprache zur Uni zu gehen werden einem schnell genommen.

Aber auch außerhalb der Uni sind die Menschen sehr aufgeschlossen. Es gibt zum Beispiel ein „Community-Friend“ Programm in Missoula, bei dem Einheimische mit Internationals in Kontakt treten für den kulturellen Austausch.

Und auch sonst sind alle die man trifft Fans von Europa und haben irgendwelche deutschen Verwandten. Eines Nachmittags stand ich mit einem anderen Austauschstudenten an einer Bushaltestelle, als uns ein Amerikaner anquatschte. Wir kamen etwas ins Gespräch mit ihm und er war total begeistert, dass endlich wieder internationale Studierende in Missoula sind. Natürlich hatte auch er irgendwo europäische Wurzeln (12 Prozent Deutsch, 4 Prozent Finnisch) und gab uns direkt seine Handynummer.

Eine andere positive Überraschung bat mir die Uni im Umgang mit aktuellen Diskursen. Es gibt zum Beispiel „Mental Health“ Angebote und Therapiestunden an der Uni, auf die direkt in den ersten Tagen hingewiesen wurde. Es wird überall klar kommuniziert, dass sich jede*r Hilfe holen kann und darf – egal ob bei Depressionen, Ängsten, Heimweh etc. und niemand mit Problemen allein ist.

Außerdem gab es in der O-Woche für alle Erstis eine Pflichtveranstaltung, die über alle Diskriminierungsformen aufklärte und lehrte was zum Beispiel Formen von Alltagsrassismus sind und wie man sich richtig als „Ally“ verhält. Es gibt hier auch eine Beratungsstelle, die Betroffenen bei Diskriminierungserfahrungen hilft.

Mehr als drei Jahre ist es her, dass ich angefangen habe, mein Auslandssemester zu planen. Im Februar 2020 ging es dann endlich nach Australien – aber Corona beendete mein Auslandssemester nach nur drei Uni Wochen. Lange habe ich auf die Rückkehr gewartet. Doch dann saß ich am 8. Januar 2022 plötzlich im Flieger nach Seattle mit Weiterflug nach Missoula, Montana.

Die Entscheidung, in die USA an die University of Montana zu gehen, erschien wegen Corona sicherer, denn die Einreise für Studierende war die gesamte Zeit einfacher als nach Australien. Eines war für mich klar: den Traum von einem Auslandssemester möchte ich nicht aufgeben.

So reiste ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Montana. Ich war auf jeden Fall aufgeregt, einen neuen Ort kennenzulernen und vor allem in ein ganz anderes Klima zu kommen. Missoula liegt im Westen von Montana in den Rocky Mountains und ist ein Paradies für Wintersport. Winter und Sport? Gar nicht meins! Aber im ersten Monat habe ich mich tatsächlich sowohl auf Schlittschuhe als auch auf Langlauf-Skier gewagt und bin durch die verschneiten Berge gewandert.

Die Ankunft in Missoula war wirklich überwältigend mit dem Anblick des vielen, schönen Schnees. Durch die Stadt zu laufen war die ersten Tage allerdings herausfordernd, denn die Fußwege waren noch stark vereist. So hat der Fußweg zur Uni gerne 45 Minuten gedauert, statt der eigentlichen 30 Minuten. Ich wohne in einem kleinen Studierenden-Dorf mit mehreren Häusern, in denen es verschiedene Apartments gibt. Jedes Apartment ist als WG aufgebaut – drei Personen teilen sich Bad, Küche und Wohnzimmer, aber man hat ein eigenes Schlafzimmer (zum Glück!). Vom Uni Dorf fährt unter der Woche regelmäßig ein Shuttle Bus zur Uni, aber da eigentlich jeden Tag die Sonne scheint und die Fußwege mittlerweile gestreut sind, laufe ich gerne zur Uni.

Wir sind eine kleine Gruppe internationaler Studierende und haben in der Orientierungswoche viel zusammen unternommen, sodass ich schnell Anschluss gefunden habe. Die Betreuung der Internationalen Studierendend ist hier auf jeden Fall intensiver als ich es beim letzten Mal erlebt habe und wir haben vieles an der Uni in den ersten Tagen kennengelernt. Der älteste von den internationalen Studierenden ist übrigens ein 77-Jähriger Business-Student aus Japan – also: es ist nie zu spät für ein Auslandssemester!


Sookmyung Women's University, Südkorea

Ina-Marie

Das lange Warten - und das Ziel ist noch immer unbekannt!

Mein Name ist Ina-Marie und ich bin durch und duch ein Kuwi, was die Abkürzung für die Kulturwissenschaften ist. Stillstand bedeutet Rückschritt: Deswegen mache ich auf den Weg um ein Semester in Asien zu verbringen. Aufgrund der Pandemie und Einreisebeschränkungen für Taiwan warte ich schon seit über einem Jahr auf die Ausreise nach Taiwan. Falls die Grenzen zu Taiwan noch immer im neuen Jahr dicht bleiben, werde ich mein Auslandssemester in Südkorea verbringen. Egal wohin es geht, ich freue mich auf den gemeinsamen Austausch und den Perspektivenwechsel.

Neben neuen spannenden Studieninhalten, verspreche ich mir von meinem Aufenthalt an der NTU einen tiefen Einblick in das Leben in Taiwan. Ich freue mich darauf, mich durch die taiwanesische Küche zu probieren und mehr über die Kultur des Landes zu lernen.  Aber auch über Korea würde ich mich freuen! Vor einigen Jahren verbrachte ich bereits einen kurzen, aber wunderschönen Urlaub in Seoul. Jetzt erhalte ich die Chance, tief in das Leben einzutauchen und ich muss zugeben, dass ich ein kleiner K-Pop Fan bin.

Meine Leidenschaft ist das kreative Gestalten, also könnt ihr euch sicher sein, dass ihr die eine oder andere Zeichung zu sehen bekommt. Gleichzeitig möchte ich euch auch von den Herausforderungen, die ein Auslandsaufenthalt mit sich bringt, und deren Bewältigung berichten. Für mich steht im Fokus was uns zusammenbringt und nicht was uns trennt.

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Studiengang: Bachelor Angewandte Literatur- und Kulturwissenschaften

Austauschprogramm: Bilateraler Austausch

Hallo! Schön, dass ihr vorbeischaut.

Ich melde mich wieder aus Seoul, wo es mittlerweile Frühling geworden ist. Die angekündigte Kirschblüte ist zwar dieses Jahr etwas spät dran, dafür werde ich aber am Wochenende mir die schönsten Ecken ansehen. Die Zeit dafür finde ich auch nur am Wochenende, da ich mit 6 Kursen, die zum Teil zweimal die Woche stattfinden und mit wöchentlichen Abgaben verbunden sind, sehr gut beschäftigt bin.

Die ungewohnte Arbeitsweise hat mich vor einige Herausforderungen gestellt. Am Anfang hatte ich das Gefühl alles immer nur so gerade eben erledigt zubekommen. Daher habe ich mir in den letzten Wochen neue Routinen angewöhnt. Für mich ist ein gewisses Maß an Struktur unabdingbar. Wie heißt es so schön: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.

Obwohl, dass jetzt nicht heißt, dass ich gar keine Freizeit habe. Ich muss sie nur anders einteilen. So gehe ich meistens abends mit Freunden essen. Ich koche zwar gerne, aber hier habe ich nur begrenzt die Möglichkeit. Auswärts essen ist außerdem recht erschwinglich und ein wunderbarer Grund, um mit Freunden zusammenkommen und sich auszutauschen. Gemeinsam probieren wir uns durch das vielfältige kulinarische Angebot. Ob süß oder herzhaft, für jeden ist was dabei. Nur eine gewisse Toleranz für scharfes Essen ist vorausgesetzt. Im Kulinarischen Bereich spürt man auch den vielfältigen Einfluss aus der ganzen Welt, was es umso spannender macht Neues zu probieren.

Wie letztes Mal teile ich noch ein paar Gedanken mit euch:

  1. Was ich gelernt habe: Das koreanische Zahlensystem! Auch wenn sicher noch Luft nach oben ist, bin ich stolz drauf Preise mittlerweile relativ gut zu verstehen und ich werde weiter üben.
  2. Was ich mir vornehme: Weitermachen, wie in den letzten Wochen. Ich fühle mich sehr wohl und wertschätze sehr was ich in der kurzen Zeit schon alles erleben durfte. Meine Routinen helfen mir durch Tage, die mir nicht so leichtfallen.
  3. Worauf ich mich freue: Das Wochenende und die Zeit, die ich draußen in der Sonne mit ‘nem leckeren Matcha Latte verbringen kann. Außerdem warten die Kirschblüten noch darauf fotografiert zu werden.

Ich freue mich so sehr, endlich aus meinem Auslandssemester berichten zu können. Denn es erging mir wie vielen Studierenden, die sich auf ihr Auslandsemester gefreut haben. Immer wieder wurde mein Start verschoben. Doch das Warten hat nun endlich ein Ende und in den nächsten Wochen werde ich euch mitnehmen in das Leben als Studentin in Seoul.

Die erste Phase des Einlebens ist, gefühlt, schon vorbei. Das merke ich daran, dass ich sofort nach dem Aufwachen weiß, wo ich bin. Aufwachen tue ich mit der wunderbaren Aussicht auf dem Bukhansan-Berg im Stadtteil Gangbuk-gu. Ich habe mich kurzfristig gegen den Einzug im Wohnheim entschieden. Denn ich habe das Zimmer in dem ich auch meine verpflichtende 7- tägige Quarantäne verbracht habe angemietet. Mir fiel die Entscheidung nicht leicht, letztlich überzeugte mich der Wohlfühlfaktor meines Zimmers. Ein Vollzeitstudium und der Alltag in einer Großstadt können sehr fordernd sein, weshalb ich mich für mehr Privatsphäre und ein vollausgestattetes Zimmer entschieden habe.

Meine Kurse sind vor eineinhalb Woche gestartet und finden mittlerweile in hybrider Form statt. Der Campus der Sookmyung ist ein absoluter Hingucker und auch die Umgebung lädt mit vielen Cafés und kleinen Restaurants zum Verweilen ein. Es ist schön wieder einen Campus zu betreten und gemeinsam zu lernen. Natürlich gelten auch hier weiterhin Abstandsregeln. Gleichzeitig erfahren andere Bereiche weitere Lockerungen, während Südkorea gerade einen Höchststand an Neuinfektionen verzeichnet.

Zum Abschied habe ich mir noch eine Kleinigkeit überlegt: Zu drei Fragestellungen halte ich meine Gedanken fest und werde euch dann nächstes Mal ein Update geben werde.

  1. Was ich bereits gelernt habe: Die meisten auftretenden Probleme lösen sich mit der Zeit von allein. Geduld ist definitiv eine Tugend, die nicht schadet. Ich mache mir meistens völlig umsonst Sorgen.
  2. Was ich mir vornehme: Ich möchte das koreanische Zahlensystem erlernen, damit ich die Verkäufer*innen nicht immer so verwirrt anstarre.
  3. Worauf ich mich freue: Ganz klar, die Kirschblüte! Bald ist es so weit und die Straßen werden in ein Meer von Blüten getaucht! (Wenn ihr das nicht verpassen wollt, in drei Wochen kommt der nächste Bericht)

Tohoku University, Japan

Okan

Japan - Entdecke die Vielseitigkeit

Hi, ich bin Okan. Die japanische Kultur und der japanische Lifestyle verkörpern für mich eine Quelle der Motivation für die Herausforderungen im Leben und Studium. Dabei lässt sich meine Motivation für die Tohoku University in der Millionenstadt Sendai (Stadt der Bäume) innerhalb der wunderschönen Tohoku Region sowohl fachlich als auch persönlich gliedern:

Fachlich begeistert mich die Uni­ver­si­tät aufgrund des sehr breit aufgestellten naturwissenschaftlichem Angebot und vor allem dem COLABS Pro­gramm, welches Master Studenten ermöglicht das erlernte theoretische Fachwissen anwendungsspezifisch in einer multidisziplinären Forschungsatmosphäre umzusetzen.

Zu meinen persönlichen Interessen gehört zum Beispiel, dass ich gerne das „wahre“  Japan jenseits von „Tourist Traps“  etc. hautnah erleben will und meine gesammelten Einblicke/Erfahrungen im Land der aufgehenden Sonne mit unseren TU-Studis teilen will, um Vorurteile wie z.B.: „Japan sei gleich Tokyo“ oder „Tohoku Region? Gibt’s da überhaupt ein Starbucks?!“ oder „In Japan wimmelts nur von komischen Otakus!!“ vorzubeugen und viel mehr auf die Vielseitigkeit Japans aufmerksam zu machen. Denn in Japan ist wahrlich für jede Person etwas dabei und dies werde ich euch zum Beispiel durch das Gegenüberstellen von Themen wie „Clash of Cultures: Tradition vs Modernism“ versuchen während meiner Zeit in Japan näher zu bringen!

。。。よろしくお願いします!

Folgt mir gerne auch auf Instagram.

Studiengang: Chemie

Austauschprogramm: Bilateraler Austausch

Als ich nach fast 2 Jahren, geprägt von zahlreichen Hoch- und Tiefpunkten, endlich sicher in Japan ankam, wurde mir neben den ganzen Emotionen eines klar: Ich kann nun endlich das nächste Kapitel meines akademisches Lebens aufschlagen!
Aber um ehrlich zu sein der Moment in dem ich erstmals wirklich realisierte, dass ich jetzt in Japan bin, war witzigerweise direkt nachdem ich unseren Flieger verlassen hatte … da direkt am Ausgang eine Japanische Dame uns sehr energisch empfing nur um sich bei uns für eine Verspätung von 5 min zu entschuldigen!

Nachdem überstehen der ganzen Covid-19 Sicherheitskontrollen etc. & der Grenzkontrolle (mit „fast track“ insgesamt: ca. 2h) durften wir mit unserem negativen PCR-Test und „zairyu card“ (residence card) (ohne Hotel-Quarantäne etc.) offiziell unseren Lebensabschnitt „Japan – der Aufbruch in die Morgendämmerung“ antreten!
Was ich definitiv aber noch mit euch teilen will ist das „wilde“ Abenteuer, dass ich vom Flughafen (Narita) bis zu meiner WG in Aobayama erleben durfte!
Ich hatte leider vor lauter Euphorie & Übermotivation „vergessen“ gehabt vor der Abreise in DE zu schlafen etc. (weil viel zu tun) … Dennoch war mein Fahrplan von Narita bis nach Aobayama (Dormitory) trotz der leider schwierigen Situation (Schäden durch zuvoriges Erdbeben) an sich gut durchgeplant gewesen … naja zumindest bis ich dann vor dem JR Ticket Schalter in Ueno stand und in sehr sehr höflichem & formalen Japanisch („Keijyougo“: 敬譲語) erklärt bekommen habe, dass ausgerechnet genau heute meine direkte Verbindung (Jouban Line, Hitachi Zug) nach Sendai nicht verfügbar war … Dank dem Weltklasse Support der JR Ticketverkäuferin konnte ich noch spontan eine alternative Route nach Sendai organisieren und dadurch sogar meine erste Shinkansen Erfahrung sammeln!
In kurz: super schnell, sehr pünktlich (natürlich), super leise im Zug (man könnte eine Stecknadel fallen hören), super sauber (wie halt überall hier) … einfach halt Japan!

Nach dem Shinkansen musste ich mit dem „JR local train“ weiterfahren (JR local train: langsamer & keine gute Idee während der Japanischen „Rush-Hour“ wie ich bemerkte) … Trotz der recht körperlich anstrengenden Reise bis zu meiner WG in Aobayama (das „yama“ steht für „Berg“ lol) konnte ich alles dank der echt unfassbar netten Hilfe von japanischen Passanten am Ende doch noch sicher bewältigen! (Japanische Grundkenntnisse sind aufjedenfall sehr nützlich beim Reden mit Passanten, mit Englisch kommt man aber auch weit!)
Als ich in meiner WG dann sehr erschöpft ankam, konnte ich tatsächlich einen „Typisch Japan!“ Moment erleben! Da ich sehr erschöpft und natürlich extremst hungrig war suchte ich verzweifelt gegen 2 Uhr morgens auf unserem Aobayama Campus nach etwas „essbarem“ und konnte tatsächlich eine Art „self-sufficient convenience store (コンビニ = Conbini)“ (Aobayama Dormitory Gebäude 6) finden!
„Typisch Japan!“ an diesem 24/7 Mini-Supermarkt war, dass dort keine Kassierer/Angestellte etc. tätig waren, sondern alles mit quasi 110% Eigenverantwortung (Bezahlen etc.) des Kunden funktionierte! Ich war vor allem beeindruckt von der Auswahl und den Preisen, die doch sehr Studenten freundlich waren!
Ich habe hierzu auch einen Beitrag auf meiner Instagramm Seite (@molekel44) geposted! Falls Ihr Interesse an mehr Infos bzw. Einblicke in das Studenten Leben an der Tohoku University in Sendai haben solltet schaut ruhig mal vorbei!

Take-home message: Japan funktioniert einfach soo verlässlich! Pünktliche Züge, Sauberkeit = fast wie eine Religion hier und die berüchtigte Mülltonnen Schnitzeljagd ist echt ein gutes work-out!  Vorallem aber ist Japan soo viel mehr als nur Tokyo und ich hoffe, dass ich mit euch die Vielseitigkeit Japans teilen kann!

Ich halte euch dann auf dem laufenden und freue mich schon meine weiteren Erfahrungen mit euch zu teilen!

Nach fast 2 Jahren geprägt von Höhen und Tiefen ist es nun endlich soweit!

Ich erinnere mich noch sehr genau daran wie ich als Kind, aber auch noch bis vor kurzem, mich immer danach gesehnt hatte eines Tages nach Japan zu reisen um dort meine Träume und Ziele zu realisieren …
Vor allem erinnere ich mich auch an die super Unterstützung von Seiten unserer Uni und vor allem von Laura Hope, die mir wirklich stets den Rücken frei gehalten hat und mir stets auf dieser abenteuerlichen Achterbahnfahrt beiseite gestanden hat, dafür will ich mich nochmal von ganzem Herzen aus bei dir bedanken!
Großes Dankeschön auch an all die Leute der Tohoku University, die mir über den gesamten Zeitraum hinweg stets verlässlich geholfen haben und schließlich zusammen mit der japanischen Regierung mir den Pfad für die Einreise nach Japan eröffnet haben!

Ich freue mich wahnsinnig auf die kommende Zeit und werde definitiv versuchen das Beste daraus zu machen!
An all die Japan begeisterten Studis, falls ihr irgendwelche Fragen haben solltet oder einfach nur mit jemandem über Japan reden wollt, könnt Ihr mich jederzeit gerne erreichen. (Über Laura oder via IG: @molekel44)

Ich halte euch auf dem laufenden!
Cheers!

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Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der Technischen Universität Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.