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„An der TU Dortmund habe ich gelernt, was Teamarbeit wirklich bedeutet.“

­­Dieses Interview wurde durchgeführt vom Alumni-Dachnetzwerk. Weitere spannende Porträts in dieser Reihe finden Sie auf der Alumni-Seite der TU Dortmund.

Eugenia Rabben hat von 2009 bis 2016 Angewandte Sprachwissenschaften und Ingenieurswissenschaften an der TU Dortmund studiert und ist heute Projektmanagerin bei der Brodos AG Im Interview erzählt sie, wieso die ungewöhnliche Fächerkombination für ihre Karriere von Vorteil war, wieso die TU Dortmund für Studierende eine ideale Arbeitgeberin ist und warum sie Studierenden zu einem Auslandssemester rät.

Warum haben Sie an der TU Dortmund studiert?

An der TU Dortmund gab es und gibt es noch immer eine ganz einzigartige Fächerkombination und die hat mich gereizt. Als ich mich auf die Suche nach einem Studiengang gemacht habe, war ich noch nicht ganz sicher, was ich machen werde, wusste aber: Ich liebe Sprachen und muss unbedingt was mit Sprache machen. An der TU Dortmund habe ich den Studiengang Angewandte Sprachwissenschaften gefunden, dazu gab es irre viele Fächerkombinationen. Während der Orientierungswoche habe ich mich für Ingenieurswissenschaften als Komplementfach entschieden. Das ist – meine ich – einzigartig in Deutschland und wird in dieser Form nur an der TU Dortmund angeboten. Ich habe es nie bereut, dass ich vom Emsland damals für mein Studium nach Dortmund gezogen bin, weil es mir wirklich unfassbar viele Türen geöffnet hat.

Wie hat das Studium Ihren Lebens- und Karriereweg geprägt?

Es gab mehrere Sachen, die extrem wichtig waren. Zum einen hat mich die besondere Fächerkombination nach dem Studium für Arbeitgeber spannend gemacht. Zum anderen gab es tolle Nebenjobs an der TU Dortmund. Unter anderem war ich ganz lange bei tu>startup, der damaligen Gründungsinitiative der TU Dortmund, aus der das heutige Centrum für Entrepreneurship und Transfer hervorgegangen ist. Dort durfte ich tolle Aufgaben übernehmen. Ich wurde teilweise wirklich ins eiskalte Wasser gestoßen, aber habe dadurch viel gelernt.

Dazu kommt noch, dass die Nebenjobs, die von der Uni angeboten werden, auch sehr gut mit dem Studium kombinierbar waren. Man konnte gleichzeitig Geld verdienen und Erfahrungen sammeln. Ich habe es geschafft, mir so ein großes Netzwerk aufzubauen, dass ein Nebenjob zum nächsten geführt hat, weil ich weiterempfohlen wurde.

Wie ist Ihre Karriere nach dem Studienabschluss verlaufen?

Nach dem Studium habe ich drei Jahre in Indonesiens Hauptstadt Jakarta gelebt und gearbeitet. Dort organisierte ich 2018 als Projektmanagerin die 16. Asien-Pazifik-Konferenz der deutschen Wirtschaft – die mit 1.000 Teilnehmenden größte deutsche Wirtschaftskonferenz im Ausland. Der Schwerpunkt liegt auf dem C-Level der deutschen Wirtschaft und aus Unternehmen aus Asien-Pazifik, also CEOs, CFOs und CTOs, sowie hochrangigen Personen aus der Politik. Auch in diesem Zusammenhang hat mir mein Studium ganz klar geholfen, denn man lernt an der Uni zu priorisieren und die Frage zu beantworten: Was ist gerade meine Aufgabe und wie teile ich das große Projekt in kleinere Schritte? Es kam mir für die Organisation dieser Konferenz auch zugute, dass ich an der TU Dortmund gelernt habe, wie wichtig Teamarbeit ist und dass alle ranmüssen, wenn es was Wichtiges zu organisieren gibt – egal, wer welche Position im Team hat.

Heute bin ich wieder als Projektmanagerin tätig, aber im Bereich der Telekommunikation. Darüber hinaus habe ich mich nebengewerblich selbständig gemacht und designe Schwangerschaftstagebücher. Die Fähigkeiten dazu habe ich wiederum während meiner Zeit an der TU Dortmund erworben: Als studentische Hilfskraft bei der Gründungsinitiative tu>startup musste ich viel im Bereich Grafikdesign machen. In dem Zuge habe ich zum einen viel gelernt und zum anderen festgestellt, wieviel Freude mir das macht.

Abbildung einer Konferenz in Jakarta © Eugenia Rabben​/​privat

Was hat Sie zu Beginn des Studiums überrascht oder war völlig unerwartet?

Als größten Unterschied zwischen Schule und Universität empfand ich, wieviel Freiheiten man an der Uni im Vergleich zur Schule hat. In der Schule wird einem genau gesagt, was man zu lernen hat, man hat sozusagen Scheuklappen auf. Das Studium war für mich die Zeit, in der ich wirklich alle Scheuklappen abgelegt und mich auf viel Neues eingelassen habe.

Haben Sie eine weitere ganz besondere Erinnerung an die Zeit an der TU Dortmund?

Ja, meinen Auslandsaufenthalt in den USA an der Michigan Technological University in Houghton. Manche der Freundschaften halten bis heute. Auch wenn das eine Zeit war, die ich nicht in Dortmund verbracht habe, war sie natürlich intensiv mit der TU Dortmund verbunden. Die Betreuung durch die TU Dortmund war ganz großartig. Das Referat Internationales hat in den USA den Studiengang „Scientific and technical communication“ für mich gefunden, der nah an dem dran war, was ich schon in Dortmund studierte. Ohne die Unterstützung durch das Referat Internationales hätte ich diese Möglichkeit verpasst, denn ich hätte mir nie die Michigan Technological University ausgesucht. Die TU Dortmund hat mir damit einen Ort geboten, an dem ich mich nicht nur menschlich weiterentwickeln konnte, sondern auch fachlich.

Aus den USA wieder zurück auf den Campus – hatten Sie hier einen Lieblingsort?

Ja, das Sonnendeck (die heutige food fakultät). Ich habe gerne in der Bibliothek gelernt und mich dann unfassbar auf den Kaffee im Sonnendeck gefreut. Ich habe dort auch immer Leute getroffen, die ich kannte. Somit war das Sonnendeck ein Traum zum Treffen und Genießen.

Was empfehlen Sie den Studierenden von heute?

Ganz dringend mindestens einmal während des Studiums ins Ausland zu gehen, denn man hat diese Möglichkeit in dieser Art und mit dieser Freiheit später nicht mehr. Ich bin mir bewusst, dass es finanziell nicht immer so einfach ist, aber es gibt Hilfen – und an der TU Dortmund zahlt man den Semesterbeitrag und studiert dann auf einem Studienplatz im Ausland, der normalerweise 10.000 - 20.000 € kostet. Und ich empfehle, offen zu sein für alles was kommt und ganz andere Wege einzuschlagen als gedacht. Das gilt übrigens nicht nur für einen Auslandsaufenthalt, sondern für das gesamte Studium.

Vielen Dank für das Gespräch!


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