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Preis für internationale Studierende

DAAD-Preis 2026

Der mit 1.000 € dotierte Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) soll herausragende internationale Studierende auszeichnen, die sich sowohl durch besondere akademische Leistungen als auch durch bemerkenswertes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement hervorgetan haben.

Bewerber*innen für den DAAD-Preis müssen über eine*n Professor*in, die Beauftragte für internationale Studierende in ihrer Fakultät oder den*die Betreuer*in ihrer Abschlussarbeit usw. vorgeschlagen werden. Auch Jung-Examinierte können nominiert werden.

Informationen zur Bewerbung und Vergabe

Geeignete Studierende können von Professoren*innen, Dekanen*innen, Prorektoren*innen, Beauftragten für Internationale und Lehrenden vorgeschlagen werden.

  • hervorragende Studienleistungen erbringen, Notendurchschnitt zwischen (1.0) bis (1.7),
  • sich gesellschaftlich-sozial und/oder interkulturell engagieren,
  • Bildungsausländer*innen sind*) und keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzen,
  • einen Abschluss an der TU Dortmund anstreben (Die Nominierung von Gast- bzw. Austauschstudierenden ist nicht möglich.),
  • sich mindestens im 3. Semester (Bachelor) bzw. 2. Semester (Master) befinden oder Jung-Examinierte (Der Abschluss sollte zum Zeitpunkt der Preisverleihung nicht länger als 3 Monate zurückliegen) oder Promovierende sind.
*) Bildungsausländer*innen sind internationale Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben oder im Ausland erworbene schulische Qualifikationen durch ein deutsches Studienkolleg ergänzt haben.
  1. Nominierungsschreiben:

    • Ein Nominierungsschreiben wird verwendet, um einen bestimmten Studierenden für den DAAD Preis vorzuschlagen. Es enthält in der Regel Informationen über die Leistungen, Qualifikationen und besonderen Fähigkeiten des Nominierten, die ihn für den Preis geeignet machen. Das Ziel ist es, die Auswahlkommission von der Eignung des Nominierten zu überzeugen.
  2. Empfehlungsschreiben:

    • Ein Empfehlungsschreiben hingegen wird oft auf Anfrage eines Studierenden verfasst, um dessen Fähigkeiten und sozialen Engagement zu belegen.  In diesem Schreiben hebt der Verfasser die sozialen Stärken des Studierenden hervor und gibt persönliche Einblicke in dessen Leistungen und Engagement.
  • Nominierungsschreiben vom Dekan*innen, Professor*innen, Abschlussarbeit-Betreuer*in oder Beauftragte für internationale Studierende.
  • Empfehlungsschreiben einer*s Hochschulmitarbeitenden, aus dem das Engagement oder  einer Leitungsstelle außerhalb der TU Dortmund, aus dem das Engagement auf sozialer, gesellschaftlicher oder interkultureller Ebene hervorgeht, notwendig.
  • Aktueller Lebenslauf.
  • Aktuelle Notenübersicht.
  • Aktuelle Studienbescheinigung.
  • Motivationsschreiben (max. 1 Seite)
  • Nachweis(e) oder Zeugnisse über das ehrenamtliche Engagement.

Die Auswahl obliegt einer Auswahlkommission des Referats Internationales und des Prorektorats für Internationales. Der DAAD-Preis wird im Rahmen der Willkommensveranstaltung Come2Campus im Wintersemester überreicht.

FAQ zum DAAD-Preis

Ein/e Bildungsausländer/in, der/die an einer deutschen Hochschule eingeschrieben ist (keine Gast- bzw. Austauschstudierende), sich im Hauptstudium bzw. im des Bachelor- (mindestens 2. oder 3. Studienjahr) oder im Masterstudiums (mindestens 2. Semester) befindet, gute Studienleistungen erbringt (Durchschnittsnote 1.0 bis 1.7) und sich gesellschaftlich-sozial innerhalb der TU Dortmund oder Stadt Dortmund engagiert. Außer Studierenden im Hauptstudium bzw. im fortgeschrittenen Stadium des Bachelor- bzw. Masterstudiums können auch Jung-Examinierte und Promovierende benannt werden.

Bildungsausländer*innen sind internationale Studierende, die ihre Hochschulzugangsberechtigung im Ausland erworben oder im Ausland erworbene schulische Qualifikationen durch ein deutsches Studienkolleg ergänzt haben.

Nein. Internationale Studierende sollten von Professoren*innen der Fakultät , Dozenten*innen oder Beauftragten für internationale Studierende nominiert werden.

Vollständige Bewerbungen können sowohl direkt durch die Studierenden selbst als auch durch die nominierende Person oder Stelle eingereicht werden. Alle Unterlagen müssen vollständig über das Online-Bewerbungsformular hochgeladen und fristgerecht abgeschickt werden.

Sollten nach dem Verschicken fehlende Unterlagen festgestellt werden, können diese nicht nachträglich ergänzt werden. Stattdessen muss eine komplette neue Bewerbung über das Online-Formular eingereicht werden, die ebenfalls innerhalb der Frist abgeschickt werden muss.

Ja, wenn der Abschluss zum Zeitpunkt der Preisverleihung nicht länger als drei Monate zurückliegt.

Nein. Der DAAD-Preis ist kein Forschungspreis. Er soll möglichst an Studierende, allenfalls an Promovierende vergeben werden.

Nein, der Preis darf nur einmalig verliehen werden.

Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Auszahlung erfolgt nach der Preisverleihung.

Die Verleihung wird durch einen Pressebericht auf der hochschuleigenen Webseite dokumentiert.

Ehemalige Preisträger und Preisträgerinnen

2025: Arseniia Mikhailova (Fakultät Statistik)

2024: Leonor Cunha (Fakultät Statistik)

2023: Abdallah Abdelmonaem (Fakultät Maschinenbau)

2022: María Ángeles García Flores (Fakultät Statistik)

2021: Brian Hess (Fakultät Kulturwissenschaften)

2020: Denis Belonogov (Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik)

Interviews mit Preisträgern und Preisträgerinnen

© Magnus Terhorst​/​TU Dortmund
  • Wie kam es zu der Endscheidung in Deutschland oder an der TU Dortmund zu studieren?

Eigentlich habe ich seit meiner Kindheit davon geträumt, im Ausland zu studieren. In der Schule habe ich angefangen, Deutsch zu lernen, aber nur ein Jahr danach habe ich die Schule gewechselt und konnte dort nicht weiter Deutsch lernen. Also habe ich selbst weitergelernt, da mir die Sprache so gut gefallen hat. Darüber habe ich auch angefangen, die deutsche Kultur ein bisschen besser zu verstehen. Daher wuchs meine Motivation, in Deutschland zu studieren, so dass ich mich in der elften Klasse entschieden habe, am Programm „Studienbrücke“ teilzunehmen. Dieses Programm gibt einem die Möglichkeit, ohne den Besuch des Studienkollegs sofort nach der Schule an der Universität zu studieren, was sonst nicht möglich ist. Hier auf Deutsch zu studieren war zunächst ungewohnt, aber da ich schon auf dem C1-Niveau war, konnte ich mich schnell eingewöhnen.  

  • Fanden Sie das „Ankommen“ in Deutschland herausfordernd? 

Ich habe am Anfang verstanden, dass ich selbst dafür verantwortlich bin, mir neue Netzwerke aufzubauen - als ich ankam, hatte ich natürlich gar keine Freunde und habe mir deswegen viel Mühe gegeben, neue Leute kennenzulernen. Mir hat es sehr geholfen, dass ich jede Möglichkeit genutzt habe, um Menschen kennenzulernen. Vor zwei Jahren habe auch an „Come2Campus“ teilgenommen und andere Studierende kennengelernt, und einige davon wurden meine Freunde. Zu Beginn meines Studiums, habe ich damals einen kleinen Blog gestartet, um mich weniger allein zu fühlen. Am Anfang war es einfach mein Ventil – ich habe dort über mein Studium, mein Leben und meine Erfahrungen in Deutschland geschrieben. Heute ist er zu einer Plattform geworden, die andere junge Menschen inspiriert, ebenfalls den Schritt nach Deutschland zu wagen. Darauf bin ich stolz.

Für viele internationaler Studierende ist es eine Herausforderung, wenn man realisiert, dass man selbst die ganze Verantwortung übernehmen soll für das eigene Leben. Ich meine damit nicht nur den Haushalt oder ähnliches, sondern auch Netzwerke zu knüpfen und in einem Studiensystem klarzukommen, dass viel Wert auf Selbständigkeit legt. Man ist nun erwachsen und wohnt sogar in einem neuen Land - wenn man nicht aktiv wird, wird es wirklich schwierig

  • Sie sind neben dem Studium sehr engagiert. Was motiviert Sie am meisten? 

Seit meiner Kindheit liebe ich es wirklich, anderen Leuten zu helfen; sowohl im Studium als auch im Allgemeinen. Ich kann zum Beispiel nie „Nein“ sagen – wenn ich nicht helfen kann, versuche ich immer zumindest, einen Ratschlag zu geben oder mit einer Tat zu helfen. Als ich mit 17 in Deutschland ankam, hatte ich Unterstützung durch meine Freundin Svetlana – und das hat unglaublich geholfen! Ich kann mir kaum vorstellen wie ich ohne Hilfe den Umzug geschaffte hätte. 

  • In Ihrer Dankesrede haben Sie geschildert, dass es sich für Sie anfühlt, als hätten Sie in den letzten beiden Jahren fast zehn Jahre Lebenserfahrung gesammelt. Was würden Sie anderen Studierenden raten, die gerade ihr Studium beginnen?

Man muss nicht perfekt sein. Keine perfekte Sprache, keine perfekten Voraussetzungen. Was zählt, ist Neugier, Durchhaltevermögen und Bereitschaft zu lernen. Es ist egal, wie schwer der Anfang ist. Bleibt offen, sucht Hilfe, habt keine Angst vor Schwierigkeiten - und verliert niemals euren Humor. Wir dürfen nicht vergessen: Wir sind eine neue Generation von Studierenden, wir überwinden Grenzen, wir bauen Brücken, und wir gestalten die Zukunft.

Rede der Preisträgerin © Magnus Terhorst​/​TU Dortmund
  • Warum haben Sie sich entschieden, an der TU Dortmund zu studieren?

Als ich in meinem Bachelorstudium in Lissabon, Portugal, Wirtschaftswissenschaften studierte, merkte ich, dass mir Ökonometrie wirklich gefiel. Es gibt nur wenige ökonometrische Studiengänge, und ich finde, dass der Lehrplan an der TU Dortmund sehr interessant ist. Dieser ist nicht nur wirtschaftswissenschaftlich ausgerichtet, sondern legt auch einen Schwerpunkt auf Mathematik und Statistik. 

  • Neben Ihrem akademischen Erfolg engagieren Sie sich auch viel ehrenamtlich. Woher kommt Ihre Motivation? 

Wenn man nicht viele Leute kennt, ist Engagement eine sehr gute Möglichkeit, andere Studierende kennenzulernen. Außerdem habe ich mein Bachelorstudium während Covid begonnen, daher gab es überhaupt kein Universitätsleben. Als ich hier ankam, konnte ich diese Dinge nachholen, die ich gerne mache, weil es an der TU Dortmund ein sehr aktives Universitätsleben gibt. 

  • Fiel es Ihnen leicht, Zugang zu den Gruppen zu finden, in denen Sie jetzt aktiv sind, und einen Job zu finden?

Meine studentische Stelle wurde mir von wissenschaftlichen Mitarbeitenden angeboten, weil ich sehr gute Noten hatte. Als ich hierhergezogen bin, hat mich meine Mitbewohnerin in den Fachschaftsrat eingeführt.  Über den Fachschaftsrat habe ich viele andere Gruppen entdeckt und wurde Teil eines Netzwerks. 

  • Haben Sie einen besonderen Rat für Studierende, die zögern, sich in studentischen Gruppen zu engagieren?

Alle hier sind sehr offen und freundlich - kommt einfach vorbei und probiert es aus. Wenn es euch nicht gefällt, könnt ihr wieder gehen und etwas anderes ausprobieren. Niemand wird beleidigt sein, wenn ihr eine Gruppe nach zwei oder drei Treffen wieder verlasst, um etwas anderes zu machen; das ist völlig normal. 

  • Wie sieht es mit der deutschen Sprache aus?

Alles ist zehnmal schwieriger, wenn man die Sprache nicht spricht, und es kann sehr anstrengend sein, ständig alles im Kopf zu übersetzen. Man kann seine Sprachkenntnisse verbessern, indem man einige der kostenlosen Sprachkurse der Universität besucht. Es gibt viele Kurse zur Auswahl, sodass es keine Überschneidungen im Stundenplan geben sollte. 

  • Wenn sich jemand im nächsten Jahr ebenfalls für den DAAD-Preis bewerben möchte, was würden Sie empfehlen?

Gebt einfach euer Bestes, dann wird etwas Gutes dabei herauskommen.