Zum Inhalt
In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung der Hochschulausbildung

Third Mission-Aktivitäten mit internationalem Bezug

Neben For­schung und Lehre, den beiden Kernaufgaben im Hochschulbereich, bringen sich Hoch­schu­len auf vielfältige Art und Weise in die Ge­sell­schaft ein. Aktuell ent­wickelt sich dieses Themenfeld dynamisch weiter und wird um den Faktor "In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung" erweitert.
 

Third Mission – die dritte Mission an den Hoch­schu­len

Das gesellschaftliche Engagement mit Adressaten außerhalb der aka­de­mischen Sphäre – also z.B. Un­ter­neh­men oder zi­vil­ge­sell­schaft­li­chen Akteuren – wird auch als „Third Mission“, also dritte Mission neben For­schung und Lehre, bezeichnet. Dabei finden diese gesellschaftsbezogenen Aktivitäten einer Hoch­schu­le im Kontext von Lehre und For­schung statt, ohne selbst oder ohne allein Lehre bzw. For­schung zu sein.

Nach diesem Ver­ständ­nis sind Hoch­schu­len nicht nur akademische Institutionen, sondern auch zivilgesellschaftliche Akteure und entsprechend als Teil der Ge­sell­schaft dem ge­sell­schaft­li­chen Ganzen gegenüber verpflichtet.

Unter diesem Begriff sammeln sich eine Vielzahl von Aktivitäten: wurde anfangs hierunter vor allem der Transfer von neu generiertem Wissen in die Ge­sell­schaft verstanden, bezieht sich die „Third Mission“ nicht nur auf forschungsintensive Ein­rich­tun­gen, sondern auf den Bereich der wis­sen­schaft­lichen Wei­ter­bil­dung und des zivilgesellschaftliches Engagement.  Allen Aktivitäten gemein ist, dass sie eine Öffnung der Hoch­schu­le in Richtung der Ge­sell­schaft bedingen und Mehrwerte generieren. Die TU Dort­mund ist auf vielfältige Weise mit lokalen und regionalen Partnern vernetzt: In der kommunalen Ent­wick­lung z.B. durch die Be­tei­li­gung am Masterplan Wis­sen­schaft, in der Wei­ter­bil­dung, im Technologietransfer und der Gründungsförderung, oder bei kulturellen Aktivitäten wie z.B. am Dort­mun­der U.

Soziales Engagement und In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung ge­mein­sam denken

Gesellschaftliches Engagement

Das IHES-Kon­zept („Internationalisation of Higher Education for Society“, oder In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung der Hoch­schul­bil­dung für die Ge­sell­schaft) zielt darauf ab, eine Ver­bin­dung herzustellen zwischen Projekten und Aktivitäten, die zur In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung der Hoch­schu­le beitragen und die gleichzeitig dem Bereich des Sozialen Engagements zuzuordnen sind. Hiermit sind allgemein kooperative Austauschbeziehungen der Uni­ver­si­tät mit der Ge­sell­schaft zum beiderseitigen Nut­zen gemeint. Diese Aktivitäten sind dabei auch ein integrierter Bestandteil der Hoch­schu­le. Mit diesem Ansatz ist auch die Hoffnung verbunden, drängende und inzwischen allgegenwärtige gesellschaftliche Probleme angehen zu kön­nen, wie z.B. die In­te­gra­ti­on von Ge­flüch­te­ten, Radikalisierung oder Kli­ma­wan­del. Da diese häufig grenzüberschreitend sind und globale Ausmaße haben, ist damit die Fra­ge verbunden, welchen Beitrag In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung zur Lö­sung dieser Probleme leisten kann.

Das Kon­zept wurde im Rah­men einer DAAD-Studie von Prof. Dr. Uwe Brandenburg, Prof. Dr. Hans de Wit, Prof. Dr. Betty Leask und Prof. Em. Elspeth Jones ent­wickelt. In der Publikation „Internationalisation in Higher Education for Society (IHES) - Concept, Current Research and Examples of Good Practice, 2020" definieren sie IHES folgendermaßen:

“Internationalisation of Higher Education for Society (IHES) explicitly aims to ben­efit the wider community, at home or abroad, through in­ter­na­tio­nal or intercultural education, re­search, service and engagement” (eigene Übersetzung: „Die In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung der Hoch­schul­bil­dung für die Ge­sell­schaft (IHES) zielt explizit darauf ab, der breiteren Ge­sell­schaft im In- und Ausland durch in­ter­na­ti­o­na­le oder interkulturelle Bildung, For­schung, Dienstleistung und Engagement zu nut­zen“)

In der Studie wird festgestellt, dass die Ver­bin­dung zwischen der sozialen Ver­ant­wor­tung bzw. des ge­sell­schaft­li­chen Engagements der Hoch­schu­len und der In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung oftmals fehlt. Diesen „missing link“ wol­len wir aufgreifen und aufzeigen, wie durch Internationalisierungsprozesse an der Hoch­schu­le auch Beiträge zur positiven Ent­wick­lung des regionalen Umfelds geleistet wer­den kön­nen.

IHES-Projekte an der TU Dort­mund

Um eine institutionelle Verankerung der Third Mission-Aktivitäten mit inter­natio­nalen Bezug zu gewährleisten und diese fest in das in­ter­na­ti­o­na­le Geschehen zu integrieren, wer­den an dieser Stelle die bestehenden Third Mission-Aktivitäten gesammelt und portraitiert.

Charakteristika von IHES-Projekten sind

  • Wer profitiert von den Aktivitäten? – IHES- Aktivitäten zielen absichtsvoll und bewusst darauf ab, der Ge­sell­schaft an sich Vorteile zu verschaffen. Aktivitäten wer­den sorgfältig geplant, evaluiert und ihr Einfluss/Effekt auf die Ge­sell­schaft wird in irgendeiner Weise sichtbar.
  • Sind Akteure außerhalb der Hoch­schu­le involviert? – IHES bezieht die breitere Ge­sell­schaft ein, sei es daheim oder im Ausland. Es kann das Globale in das Lokale bringen, oder das Lokale in das Globale, oder beides.
  • Welche Bereiche an der Hoch­schu­le bringen sich ein? – IHES kann in allen Be­rei­chen der Hoch­schu­le statt­finden: Lehre, For­schung und gesellschaftliche Ver­ant­wor­tung (siehe "Internationalisation in Higher Education for Society" (IHES), 2020, S. 28)

An der TU Dort­mund gibt es bereits eine Reihe von verschiedensten Projekten, die unter dem  IHES-Dach gefasst wer­den könnten, aber – auch weil es sich um ein vergleichsweise junges Kon­zept handelt – diesem möglicherweise noch nicht zugeordnet wer­den.

Diese Auflistung ist nicht vollständig und wir freuen uns über An­re­gung­en und Feedback!

Brückenschlag in die lokale und regionale Wirtschaft

Internationale Ab­sol­ven­ten/-innen sind als an­geh­en­de Akademiker/-innen begehrte Fachkräfte. Um diese mit Akteuren der lokalen und regionalen Wirtschaft zu­sam­men zu bringen, sind vor allem zwei Projekte bedeutsam:

Bereits seit zehn Jahren bringt die Internationale Karriere­messe qua­li­fi­zier­ten aka­de­mischen Nach­wuchs mit Un­ter­neh­men aus Dort­mund und der Region zu­sam­men. Geplant und umgesetzt wird sie in Ko­ope­ra­ti­on mit der IHK zu Dort­mund Damit trägt die Messe dazu bei, die In­ter­na­ti­o­na­li­sie­rung der Hoch­schu­len auch in die Un­ter­neh­men zu tragen - zum beiderseitigen Nut­zen.

Das neue Mentoring-Pro­gramm "Tandem2Job" setzt auf den persönlichen Erfah­rungs­aus­tausch: Hier geben berufserfahrene Mentees einen Einblick in die
spezifischen Berufsfelder, Tätigkeiten und Strukturen Ihrer Brancheund un­ter­stüt­zen Stu­die­ren­de mit und ohne Fluchthintergrund aktiv beim Übergang zwischen Hoch­schu­le und Ar­beits­markt.

Internationale Ex­per­tin­nen und Experten an Dort­mun­der Schulen

Im Rah­men dieses Projekts "Internationale Experten/-innen an Dort­mun­der Schulen" begleiten in­ter­na­ti­o­na­le Stu­die­ren­de eh­ren­amt­lich den Un­ter­richt in Dort­mun­der Schulen als Gäste bei Projekttagen oder im Fremdsprachenunterricht. Dabei profitieren beide Seiten - Schüler/-innen und Lehrende sowie Stu­die­ren­de aus dem Ausland - von dem wechselseitigen Austausch und dem damit verbundenen Wissenszuwachs und Pespektivwechsel.

 

Angebote für Ge­flüch­te­te

Die TU Dort­mund un­ter­stützt Ge­flüch­te­te beim Spracherwerb, der Studienbewerbung, bei Fragen zur Stu­di­en­fi­nan­zie­rung, Stipendienprogrammen und der sozialen In­te­gra­ti­on an der TU Dort­mund. Dabei ist die Clearingstelle für Ge­flüch­te­te die erste Anlaufstelle für Studien­interessierte mit Fluchthintergrund; ebenso für geflüchtete oder bedrohte Wis­sen­schaft­ler/-innen und Forschende.

Ein männlicher Studierender steht in einer Bibliothek zwischen zwei Bücherregalen © bantersnaps​/​Unsplash

Vereinsbörse

Eine Vereinsbörse mit Sport-, Musik-, Bildungs-, Kultur- und Naturvereinen in Campusnähe soll die Mög­lich­keit bieten, dass sich Vereine in ihrer Vielfalt prä­sen­tie­ren und für stu­den­tischen Nach­wuchs öffnen. So kön­nen zum Einen die Vereine ei­nem möglichen Nachwuchsmangel ent­ge­gen­wir­ken und zum Anderen in­ter­na­ti­o­na­le Stu­die­ren­de über ihr eherenamtliches Engagement einen einzigartigen Zugang zur deutschen Kultur zu bekommen und positive Er­fah­run­gen jenseits des Campus ma­chen.

Studierende unterhalten sich © Alexis Brown​/​Unsplash.com

Zertifikat "Stu­di­um International"

Das Zertifikat "Stu­di­um International" honoriert in­ter­na­ti­o­na­le Aktivitäten von Stu­die­ren­den der TU Dort­mund, die zusätzlich zum Stu­di­um, also freiwillig und/oder eh­ren­amt­lich, durch­ge­führt wer­den. Viele Stu­die­ren­de nut­zen ihr Stu­di­um, um den Campus internationaler zu ge­stal­ten, mit eigenen Auslandaufenthalten den Horizont zu erweitern oder sich fremdsprachlich weiterzubilden. Das Zertifikat fasst all diese Aktvitäten übersichtlich und anschaulich zu­sam­men.

Der Aufbau sieht aktuell zum Einen eine Pflichtkomponente vor (die Teilnahme an ei­nem Work­shop zum The­ma "Inter­kulturelle Kom­pe­tenz"), zum Anderen müssen zwei von drei Bausteinen erfüllt wer­den. Zukünftig wird das Zertifikat auch einen neuen "Baustein D" er­hal­ten, der ehrenamtliche Engagement mit internationalem Bezug auch außerhalb der TU Dort­mund - also z.B. in Projekten von öf­fent­lichen Trägern, der Stadt Dort­mund etc. - aufnimmt.

Kontakt

Kalender

Zur Veranstaltungsübersicht

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.